Neues aus Kuba
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07.04.2026 11:00 Uhr
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Im mexikanischen Cancún wurde ein mutmaßlicher Organisator der kubanisch-amerikanischen Mafia festgenommen. Ihm werden Schleusung, Drogenhandel und internationale Schmuggelaktivitäten vorgeworfen. Eine mögliche Auslieferung an die USA steht im Raum.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Cae “El Milo” operador del grupo delictivo Mafia Cubano-Americana | DPC con Paola Rojas. Rechte beim Uploadenden.
Die Festnahme eines mutmaßlichen Schlüsselakteurs der sogenannten kubanisch-amerikanischen Mafia in Mexiko rückt erneut internationale Schleusernetzwerke und deren Verbindungen über mehrere Kontinente in den Fokus. Sicherheitskräfte nahmen den Verdächtigen, bekannt unter dem Alias „El Milo“, in einer Wohnanlage im Badeort Cancún im Bundesstaat Quintana Roo fest. Nach Angaben der mexikanischen Regierung wird ihm eine zentrale operative und finanzielle Rolle innerhalb der Organisation zugeschrieben.
An der Festnahme waren Behörden verschiedener Ebenen beteiligt, darunter föderale und staatliche Polizeieinheiten sowie Angehörige der Streitkräfte. Neben dem Verdächtigen wurde eine weitere Person festgenommen. Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte kleinere Mengen Marihuana sowie ein Fahrzeug sicher. Kurz nach der Identifizierung des Mannes wurde er nach Mexiko-Stadt überstellt, wo die weiteren rechtlichen Schritte vorbereitet werden sollen. Die Behörden verwiesen auf vorausgegangene Ermittlungen und nachrichtendienstliche Analysen, die zur Lokalisierung geführt hätten. Medienberichte in Mexiko zeichnen ein umfangreicheres Bild der mutmaßlichen Aktivitäten. Demnach soll der Festgenommene logistische Strukturen für den illegalen Transport von Migranten in Richtung Vereinigte Staaten organisiert haben. Dabei sollen erhebliche Geldsummen verlangt worden sein, teilweise bis zu 10.000 US-Dollar pro Person. Zudem wird vermutet, dass die Organisation an weiteren kriminellen Geschäftsfeldern beteiligt ist, darunter Drogenhandel und Schmuggel. Auch die zweite festgenommene Person soll nach Medienangaben Verbindungen zu der Gruppe haben. Der von den mexikanischen Behörden verwendete Name der Organisation "La Mafia cubana" überschneidet sich mit einer Gruppierung, die von US-Behörden bereits seit Jahren beobachtet wird. Das US-Justizministerium verwendet den Namen „La Mafia Cubana en Quintana Roo“ gezielt für die transnationale Bande in Mexiko, deren Kernmitglieder kubanische Staatsbürger sind. Nach Einschätzung amerikanischer Ermittler soll dieses Netzwerk seit mindestens 2009 aktiv sein und Verbindungen nach Kuba, Mexiko, Spanien und in die Vereinigten Staaten unterhalten. Finanzielle Mittel sollen unter anderem durch Schleusung, Erpressung und Ausbeutung von Migranten generiert worden sein, die während ihrer Reise durch Mexiko unter Druck gesetzt wurden.. Im Raum steht zudem eine mögliche Auslieferung des Festgenommenen an die Vereinigten Staaten. Dort existiert offenbar ein Haftbefehl wegen mutmaßlicher Beteiligung an Menschenhandel, Drogendelikten und internationalem Schmuggel. Sollte es zu einer Übergabe kommen, würde dies die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern weiter vertiefen. Seit dem Regierungswechsel in Washington haben sich die Beziehungen im Bereich der Sicherheitskooperation deutlich intensiviert, auch wenn politische Spannungen bestehen bleiben. Die US-Regierung fordert von Mexiko seit längerem ein entschlosseneres Vorgehen gegen transnationale kriminelle Netzwerke und den Drogenhandel. Besonders der Schmuggel synthetischer Drogen wie Fentanyl steht dabei im Mittelpunkt der Kritik. Mexiko wiederum hat seine Sicherheitsstrategie zuletzt angepasst und setzt verstärkt auf gezielte Maßnahmen gegen Führungsstrukturen krimineller Organisationen sowie auf einen intensiveren Informationsaustausch mit den USA.
Quelle: EL PAÍS (https://t1p.de/8ydah)
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