Neues aus Kuba
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26.02.2026 06:45 Uhr
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Nach den tödlichen Schusswechsel vor Kubas Küste, bei dem vier Menschen starben, spricht Havanna spricht von einer vereitelten Terroroperation mit Sturmgewehren und Molotowcocktails Washington prüft die Hintergründe. Der Zwischenfall fällt in eine Phase wachsender Spannungen und verschärfter Sanktionen.
Abbildung: Kubanische Küstenwachschiffe im Hafen von Havanna. Bildquelle: Cuban coast guard vessels docked in the Port of Havana | AFP von AFP News Agency. Bild von YouTube, Rechte beim Uploadenden.
Nur wenige Stunden nach den tödlichen Schüssen auf ein in Florida registriertes Motorboot in kubanishen Gewässern veröffentlichte das Innenministerium (MININT) der Kiaribikinsel nähere Informationen zu dem Vorfall. Den offiziellen Angaben zufolge näherte sich das Boot am Mittwochmorgen den Territorialgewässern nahe Cayo Falcones bis auf etwa eine Seemeile vor die Provinz Villa Clara. Als ein Patrouillenboot zur Identifizierung herangefahren sei, habe die zehnköpfige Besatzung geschossen. In dem anschließenden Gefecht seien vier Personen auf dem Motorboot getötet worden.
Nach MININT-Angaben, seien an Bord des Schnellboots Sturmgewehre, Handfeuerwaffen, selbstgebaute Brandsätze (Molotowcocktails), kugelsichere Westen, Zielfernrohre und Tarnuniformen sichergestellt worden. Die Regierung bewertet den Vorfall als versuchten illegalen Eindringversuch mit „terroristischen Absichten“. Ein Verdächtiger sei zudem in Kuba festgenommen worden. Er habe ausgesagt, aus den USA entsandt worden zu sein, um sich an der Operation zu beteiligen. Weiter teilte die Regierung mit, bei den Beteiligten handele es sich um in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner. Mehrere von ihnen hätten eine kriminelle und gewalttätige Vorgeschichte. Bestätigungen dieser Angaben aus den USA liegen bislang nicht vor.
Nur wenige Stunden nach den tödlichen Schüssen auf ein in Florida registriertes Motorboot in kubanischen Gewässern veröffentlichte das Innenministerium (MININT) der Kiaribikinsel nähere Informationen zu dem Vorfall. Den offiziellen Angaben zufolge näherte sich das Boot am Mittwochmorgen den Territorialgewässern nahe Cayo Falcones bis auf etwa eine Seemeile vor die Provinz Villa Clara. Als ein Patrouillenboot zur Identifizierung herangefahren sei, habe die zehnköpfige Besatzung geschossen. In dem anschließenden Gefecht seien vier Personen auf dem Motorboot getötet worden. Nach MININT-Angaben, seien an Bord des Schnellboots Sturmgewehre, Handfeuerwaffen, selbstgebaute Brandsätze (Molotowcocktails), kugelsichere Westen, Zielfernrohre und Tarnuniformen sichergestellt worden. Die Regierung bewertet den Vorfall als versuchten illegalen Eindringversuch mit „terroristischen Absichten“. Ein Verdächtiger sei zudem in Kuba festgenommen worden. Er habe ausgesagt, aus den USA entsandt worden zu sein, um sich an der Operation zu beteiligen. Weiter teilte die Regierung mit, bei den Beteiligten handele es sich um in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner. Mehrere von ihnen hätten eine kriminelle und gewalttätige Vorgeschichte. Bestätigungen dieser Angaben aus den USA liegen bislang nicht vor. Die Regierung der Vereinigten Staaten äußerte sich zunächst zurückhaltend. Außenminister Marco Rubio erklärte, man bemühe sich um eigene Informationen. Insbesondere werde geprüft, ob es sich bei den Opfern um US-Staatsbürger oder Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus handele. Auch Vizepräsident JD Vance teilte mit, das Weiße Haus überprüfe den Sachverhalt. Der Justizminister des Bundesstaates Florida kündigte ebenfalls Ermittlungen an. Konkrete Details lagen in Washington zunächst nicht vor. Der Zwischenfall ereignet sich vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen beiden Staaten. Die geographische Nähe – rund 145 Kilometer trennen Kuba von der Südspitze Floridas – begünstigt seit Jahrzehnten politische und migrationsbezogene Konflikte. In Florida lebt eine große kubanischstämmige Gemeinschaft. Zugleich befindet sich Kuba in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die Insel erhält kein Öl mehr aus Venezuela, nachdem US-Präsident Donald Trump entsprechende Lieferungen blockieren ließ. Zudem drohte Washington anderen Öllieferanten mit Zöllen, woraufhin unter anderem Mexiko seine Exporte nach Kuba einstellte. Kurz vor dem Schusswechsel hatte das US-Finanzministerium bestimmte Ölsanktionen gelockert. Unternehmen dürfen venezolanisches Öl an den privaten Sektor in Kuba verkaufen, nicht jedoch an staatliche Stellen. Die Maßnahme wurde in Washington als Akt der Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung bezeichnet. Offene Fragen Der Vorfall auf See dürfte die ohnehin belasteten Beziehungen weiter erschweren. Unklar ist bislang, ob die Darstellung Havannas in allen Punkten zutrifft und welche Erkenntnisse die US-Ermittlungen liefern werden. Ebenso offen bleibt, welche rechtlichen und diplomatischen Konsequenzen der Zwischenfall nach sich zieht. Fest steht, dass es sich um eine der schwerwiegendsten gewaltsamen Konfrontationen zwischen kubanischen Sicherheitskräften und einem aus den USA kommenden Boot in jüngerer Zeit handelt.
Quelle: MINREX (https://t1p.de/5aq3o)
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