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Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat seine Solidarität mit Venezuela bekräftigt und die Fortsetzung der bilateralen Beziehungen angekündigt. In einem Telefonat mit der venezolanischen Präsidentin Delcy Rodríguez verurteilte er die Festnahme von Nicolás Maduro und Cilia Flores und betonte die strategische Partnerschaft.
23.01.2026 09:09 Uhr
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Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat seine Unterstützung für Venezuela und dessen Übergangsregierung bekräftigt und zugleich die Fortsetzung der bilateralen Beziehungen in Aussicht gestellt..
In einer am 22. Januar veröffentlichten Mitteilung erklärte Díaz-Canel, er habe in einem Telefonat mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, „die Entscheidung bekräftigt, die historischen Beziehungen der Brüderlichkeit und Kooperation weiter zu stärken“. Zugleich verurteilte er den amerikanischen Einsatz als aggressive Einmischung und bezeichnete die Festnahme Maduros und seiner Frau Cilia Flores als „inakzeptabel“. Die kubanische Regierung hebt die langjährige politische und wirtschaftliche Partnerschaft mit Caracas hervor. Seit den frühen 2000er-Jahren liefern Venezuelas Öl an Kuba, während die Insel im Gegenzug Fachpersonal bereitstellt, darunter Ärzte, Lehrer und militärisches Personal. Bei dem US-Militäreinsatz kamen 32 kubanische Militärangehörige ums Leben. Ihre sterblichen Überreste wurden vergangene Woche in Kuba mit staatlichen Ehren beigesetzt. Die Regierung in Havanna hat den Vorfall als „barbarisch“ verurteilt und betont, dass die Solidarität mit dem venezolanischen Volk und der Regierung ungebrochen sei. Díaz-Canel hob die Notwendigkeit hervor, den „Imperialismus“ der USA weiterhin entschieden zurückzuweisen, und stellte die Unterstützung Kubas für die bolivarische Regierung heraus. Die aktuelle Lage unterstreicht die strategische Abhängigkeit Kubas von Venezuela. Der Verlust der Ölimporte hätte erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Insel, weshalb die kubanische Führung auf Stabilität in Caracas angewiesen ist. Gleichzeitig zeigt der Vorfall die enge politische Bindung zwischen beiden Ländern, die trotz internationaler Spannungen aufrechterhalten werden soll. In Caracas bemüht sich die Übergangsregierung unter Rodríguez um internationale Anerkennung und signalisiert die Bereitschaft zu diplomatischer Zusammenarbeit, unter anderem mit China, Russland, Iran und auch den USA, sofern gegenseitiger Respekt gewährleistet sei. Die Ereignisse Anfang Januar markieren eine neue Phase in der geopolitischen Dynamik Lateinamerikas. Für Kuba geht es dabei nicht nur um die Aufrechterhaltung historischer Bündnisse, sondern auch um die Sicherung wirtschaftlicher und politischer Interessen in einer zunehmend angespannten regionalen Lage.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/lh7sx)
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