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05.06.2026 09:00 Uhr
Kubas Präsident Díaz-Canel hat neue US-Sanktionen gegen seine Familie scharf kritisiert und sprach von „Aggressivität und Perversion“ der USA.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die jüngsten Sanktionen der US-Regierung scharf verurteilt und von einer „Perversion“ gesprochen. Die am Donnerstag (4.) verhängten Wirtschaftsmaßnahmen richten sich gegen ihn selbst, seine Ehefrau sowie Mitglieder der Familie Castro.
In einem Beitrag auf der Plattform X warf Díaz-Canel Washington vor, mit dieser Politik ganz bewusst den Konflikt zwischen beiden Staaten zu verschärfen und die Blockadepolitik weiter zu intensivieren. „Die Aggressivität und Perversion der US-Regierung werden auf unsere Entschlossenheit stoßen, die schlimmsten Szenarien zu bewältigen und dem imperialen Ansturm zu widerstehen“, erklärte der Staatschef. Zugleich reagierte er auf jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die er als bedrohlich einstufte. Diese Aussagen, kombiniert mit der Aufnahme weiterer kubanischer Amtsträger, Organisationen und Unternehmen in eine aus kubanischer Sicht illegitime Sanktionsliste, seien ein gezielter Akt der Eskalation. Havanna sieht sich damit erneut massivem Druck ausgesetzt, der darauf abziele, die wirtschaftliche Isolation der Insel zu vertiefen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA bleiben damit auf einem Tiefpunkt. Das Vorgehen der Trump-Regierung wird in Havanna nicht nur als wirtschaftliche Maßnahme, sondern als offene feindselige Provokation gewertet. Díaz-Canels scharfe Wortwahl unterstreicht, dass Kuba nicht bereit ist, unter diesem Druck nachzugeben, sondern sich vielmehr auf eine Phase verstärkter Konfrontation einstellt. Die Sanktionen treffen ein Land, das bereits unter einer jahrzehntealten US-Blockade leidet und zusätzlich mit einer schweren Wirtschaftskrise kämpft.
Quelle: DW (https://t1p.de/knvcc)
Autor: Leon Latozke
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