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03.07.2026 07:00 Uhr
Die italienische Fluggesellschaft Neos Air hat eine neue Direktverbindung von Rom nach Holguín eröffnet. Mit 238 Passagieren landete der Erstflug im Osten Kubas, während das Land unter einer schweren Luftverkehrskrise leidet.
Die italienische Fluggesellschaft Neos Air hat am Donnerstag (2.) eine neue Direktverbindung zwischen Rom und der ostkubanischen Stadt Holguín eröffnet. An Bord der Maschine, die am Internationalen Flughafen Frank País landete, befanden sich 238 Passagiere. Die Verbindung soll künftig wöchentlich Europa mit der Region Oriente verknüpfen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Anbindung der Insel an den internationalen Luftverkehr massiv eingeschränkt ist. Mit der neuen Route umgehen Reisende den Umweg über Havanna oder andere Drehkreuze und gelangen direkt in den Osten des Landes, der als eine der wichtigsten Tourismusregionen Kubas gilt.
Für Italiener und andere europäische Passagiere, aber auch für kubanische Emigranten mit Familien in den Provinzen Holguín, Santiago de Cuba, Granma, Las Tunas oder Guantánamo, bietet die Strecke eine willkommene Alternative. Bislang waren Reisende gezwungen, nach der Landung in Havanna eine mehrstündige und oft strapaziöse Fahrt über Land auf sich zu nehmen. Die Bedingungen für solche Strecken haben sich zuletzt drastisch verschlechtert: Treibstoffmangel, der schlechte Zustand der Fahrzeuge und häufige Stromausfälle machen die Reise unberechenbar. Die neue Verbindung könnte diese Hürden umgehen, auch wenn die langfristige Stabilität des Angebots ungewiss bleibt. Neos hat bereits angekündigt, dass Flugpläne kurzfristig geändert werden könnten und dass einige Flüge in Nachbarländern zwischenlanden müssten, um Kerosin zu tanken. Die Eröffnung der Route fällt in eine Phase, in der zahlreiche andere Gesellschaften ihre Dienste nach Kuba zurückfahren oder ganz einstellen. Bereits im Mai musste staatliche Fluggesellschaft Cubana ihre Direktflüge mit der spanischen Charter-Airline Plus Ultra von Madrid nach Havanna und Santiago de Cuba einstellen. Iberia setzte im Juni seinen Direktflug von Madrid nach Havanna aus – frühestens im November soll die Verbindung wieder aufgenommen werden. Als Gründe nannte die Fluggesellschaft fehlenden Treibstoff und eine rückläufige Nachfrage. Die kanadische Air Transat zog sich Anfang Juni auf unbestimmte Zeit zurück. Bereits in den Monaten zuvor hatten Air Canada und WestJet ihre Kuba-Flüge gestrichen, ebenfalls wegen der unzureichenden Verfügbarkeit von Flugbenzin. Auch Air France pausiert vorerst die Route Paris–Havanna.
Quellen: Prensa Latina (https://t1p.de/nj52y), Canale19/YouTube (https://t1p.de/p52x5), Prensa Latina/facebook (https://t1p.de/t0jra)
Autor: Leon Latozke
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