Neues aus Kuba
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10.04.2026 07:00 Uhr
Nach einer ersten Öllieferung kündigt Moskau weitere Unterstützung für Kuba an. Ein hochrangiger russischer Diplomat traf in Havanna ein, um die Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Energiekrise bleibt jedoch gravierend: Stromabschaltungen und wirtschaftliche Einbußen belasten die Bevölkerung weiterhin.
Nach der Ankündigung einer zweiten Öllieferung aus Moskau hat ein hochrangiger russischer Diplomat Kuba besucht. Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow traf am Donnerstag in Havanna mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez zusammen. Das Treffen erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Energieprobleme auf der Insel und eines verschärften Drucks der Vereinigten Staaten auf den kubanischen Ölsektor.
Rodríguez erklärte in sozialen Netzwerken, dass er sich bei dem Gespräch für die jüngste Lieferung russischen Rohöls bedankt habe. Das Tankerschiff „Anatoly Kolodkin“ brachte rund 730.000 Barrel Rohöl nach Kuba. Es handelte sich um die erste Lieferung dieser Größenordnung seit etwa drei Monaten und um eine wichtige Entlastung für das von Treibstoffknappheit betroffene Land. Der kubanische Außenminister hob hervor, dass beide Staaten durch langjährige und strategische Beziehungen verbunden seien. Gleichzeitig dankte er Russland ausdrücklich für die Unterstützung angesichts der von den USA verhängten Energieeinschränkungen. Moskau bestätigte seinerseits erneut, Kuba weiterhin unterstützen zu wollen. Rjabkow bezeichnete die Karibikinsel als wichtigsten Partner Russlands in der Region. Bereits Anfang April hatte der russische Vizeaußenminister angekündigt, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werde. Nach seinen Angaben erfolgte die Lieferung nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus humanitären Gründen. Kuba sei ein verlässlicher und enger Partner, weshalb Russland in der aktuellen Situation Hilfe leisten wolle. Nachdem der Tanker Ende März erfolgreich den Hafen von Matanzas erreicht hatte, kündigte der russische Energieminister Sergej Ziwiljow eine zweite Lieferung an. Details zu Menge oder Zeitpunkt wurden bislang nicht veröffentlicht. Bei einem Energieforum in Kasan erklärte er, ein russisches Schiff habe den „Blockadedruck“ durchbrochen, während ein weiteres bereits beladen werde. Russland werde Kuba nicht im Stich lassen. Das Schiff gehört zur staatlichen russischen Reederei Sovkomflot, die seit 2024 unter US-Sanktionen steht. Die Ladung von etwa 100.000 Tonnen Rohöl traf in einer Phase schwerer Energieengpässe ein. Seit Jahresbeginn hat sich die Versorgungslage weiter verschlechtert, was zu häufigen Stromausfällen und wirtschaftlichen Einschränkungen geführt hat. Der damalige US-Präsident Donald Trump spielte die Bedeutung der Lieferung herunter. Er erklärte, die Ankunft eines Tankers werde die Lage auf der Insel kaum verändern. Zugleich kritisierte er die politische Führung Kubas scharf und stellte in Frage, dass zusätzliche Ölimporte einen spürbaren Effekt hätten.
Quelle: REUTERS (https://t1p.de/5mvti)
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