Neues aus Kuba
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Die USA verschärfen ihre Visapolitik gegenüber Kuba deutlich. Neue Kautionspflichten von bis zu 15.000 US-Dollar erschweren kubanischen Staatsbürgern die Einreise erheblich. Die Maßnahmen treten im Januar 2026 in Kraft und bedeuten für viele Kubaner b höhere Kosten, strengere Auflagen und wachsende Unsicherheit bei Reisen in die Vereinigten Staaten.
07.01.2026 16:00 Uhr
Abbildung: Rindo75, Current cover Cuban passport, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Die US-Regierung hat ihre Einreise- und Visapolitik gegenüber Kuba weiter verschärft. Wie das Außenministerium in Washington Anfang Januar mitteilte, zählt Kuba nun zu einer erweiterten Liste von Ländern, deren Staatsangehörige bei der Beantragung bestimmter US-Visa künftig hohe Kautionen hinterlegen müssen. Parallel dazu trat eine teilweise Aussetzung der Visavergabe für kubanische Staatsbürger in Kraft. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen sicherheitspolitischen Kurses der Regierung von Präsident Donald Trump.
Konkret betrifft die neue Kautionsregelung Bürgerinnen und Bürger aus 25 zusätzlich aufgenommenen Staaten, darunter Kuba und Venezuela. Ab dem 21. Januar müssen Antragsteller für Geschäfts- oder Touristenvisa (B-1/B-2) je nach Einzelfall zwischen 5.000 und 15.000 US-Dollar hinterlegen. Die Höhe der Kaution wird im Visainterview festgelegt. Das US-Außenministerium betont, dass die Zahlung keinen Anspruch auf ein Visum begründet und bei eigenmächtiger Überweisung nicht erstattet wird. Als weitere Auflage müssen Ein- und Ausreise über einen von drei festgelegten Flughäfen erfolgen: Washington Dulles, New York JFK oder Boston Logan. Verstöße können zur Einreiseverweigerung oder zu Problemen bei der Ausreiseregistrierung führen. Insgesamt umfasst die Liste nun 38 Länder, überwiegend aus Afrika. Bereits zum Jahresbeginn war zudem eine „teilweise“ Aussetzung der Visavergabe für kubanische Staatsangehörige in Kraft getreten. Grundlage ist die Präsidentenproklamation 10998, die laut US-Behörden der nationalen Sicherheit dient. Sie erweitert frühere Restriktionen und betrifft insgesamt 39 Staaten. Neben den stark nachgefragten B-Visa sind auch Studenten- und Austauschvisa (F, M, J) eingeschränkt. Washington begründet die Maßnahmen mit dem Schutz vor Terrorismus, Kriminalität und Missbrauch des Einwanderungsrechts. Der Schritt erfolgte vor dem Hintergrund eines tödlichen Schusswaffenangriffs in den USA, dessen mutmaßlicher Täter über ein legales Visaprogramm eingereist war. In diesem Kontext wurde auch die sogenannte Diversity-Visa-Lotterie ausgesetzt, die vielen Kubanern in der Vergangenheit einen legalen Weg in die USA eröffnet hatte. Politisch brisant ist die zeitliche Nähe zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro Anfang Januar. Präsident Trump erklärte anschließend, Kuba habe „immer von Venezuela gelebt“ und stehe nun selbst vor dem Zusammenbruch. Eine offizielle Begründung für die Aufnahme Kubas in die Kautionsliste lieferte die US-Regierung jedoch nicht. Für kubanische Reisende bedeuten die neuen Regelungen vor allem höhere finanzielle Hürden und zusätzliche Unsicherheit – ein weiterer Einschnitt in die ohnehin stark eingeschränkten Reise- und Migrationsmöglichkeiten zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten.
Quelle: US department of State (https://t1p.de/zxb9v)
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