Neues aus Kuba
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Ein zweiter humanitärer Hilfskonvoi ist in Havanna eingetroffen. Aktivisten aus mehreren Ländern übergaben Lebensmittel, Medikamente und Schulmaterial. Die Hilfe soll die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und des verschärften Öl-Embargos der USA lindern.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Convoy Europeo de la Amistad: Solidaridad que llega y se une al Primero de Mayo. Rechte beim Uploadenden.
Ein weitere internationaler Solidaritätskonvoi hat Kuba erreicht und erneut humanitäre Hilfe auf die vom US-Embargo schwer getroffene Insel gebracht. Wie staatliche Medien am Freitag (23.) berichteten, besteht die Gruppe aus Aktivisten aus Italien, Frankreich, der Schweiz, Mexiko und den USA. Sie überbrachte eine Lieferung mit Lebensmitteln, medizinischen Gütern und Schulmaterialien. Die Spenden sollen die Versorgung der Bevölkerung inmitten der tiefgreifenden Wirtschaftskrise des Landes unterstützen, die durch eine jüngste Verschärfung des US-Ölembargos weiter angeheizt wurde.
Rückendeckung erhält der Konvoi von der Agencia de Intercambio Cultural y Económico con Cuba (AICE). Er folgt auf eine vorherige Hilfsaktion: Erst im März war ein von linken Bewegungen organisierter Konvoi mit dem Namen "Nuestra América" in Havanna eingetroffen. Damals umfasste die Fracht 30 Tonnen Medikamente, Lebensmittel und Solarmodule – ein Zeichen der internationalen Aufmerksamkeit für die Notlage auf der Karibikinsel. Vizegesundheitsminister Julio Guerra Izquierdo würdigte bei der Ankunft des zweiten Konvois den Wert der Hilfe. Sie bedeute eine spürbare Entlastung für das Gesundheitssystem, auch wenn sie den Gesamtbedarf nicht decken könne. Besonders betroffen seien das Mutter-Kind-Programm sowie die Behandlung von Krebspatienten, erklärte er mit Blick auf die Engpässe. Die Wirtschafts- und Energiekrise, die Kuba seit Jahren belastet, hat sich seit Januar weiter zugespitzt. Grund ist die von der US-Regierung verhängte drastische Verschärfung des Ölembargos. Diese Maßnahme bewertet die Vereinten Nationen als Verstoß gegen internationales Recht und eine zusätzliche Härte zu den ohnehin seit Jahrzehnten bestehenden Sanktionen. Die humanitären Lieferungen sind vor diesem Hintergrund für die Bevölkerung nicht nur eine materielle, sondern auch eine symbolische Geste der internationalen Unterstützung.
Quelle: MINREX (https://t1p.de/p2dfz)
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