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Kubas Tourismusminister Juan Carlos García ist optimistisch über die Erholung der Reisebranche auf der Karibikinsel. Trotz der Auswirkungen der US-Sanktionen und der Pandemie bezeichnete er den Tourismus In einem Interview mit der BBC als „lebendig und wohlauf“.
07.10.2025 10:23 Uhr
Abbildung: Marek Slusarczyk, 006 Playa Pilar beach in Cayo Guillermo, Cuba - beach sunbeds in tourist resort, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY 3.0
In einem Interview mit der BBC in London hat sich der kubanische Tourismusminister Juan Carlos García am Montag zuversichtlich über die Zukunft der Reisebranche seines Landes gezeigt. Trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise und der internationalen Herausforderungen betonte García, der Tourismussektor sei „lebendig und wohlauf“. Seine Aussagen fanden in europäischen Medien, darunter das auf Tourismus spezialisierte Portal Reportur, breite Beachtung.
Der Minister erinnerte daran, dass Kuba 2016, im Jahr des historischen Besuchs von US-Präsident Barack Obama, rund vier Millionen Besucher verzeichnete. Zwei Jahre später erreichte die Insel mit fast fünf Millionen Touristen ihren bisherigen Rekord. Seither jedoch ist der Tourismus stark eingebrochen – zunächst infolge der Corona-Pandemie, dann durch verschärfte US-Sanktionen unter der Regierung von Donald Trump. Das vergangene Jahr war laut García eines der schwächsten für die kubanische Reisebranche im 21. Jahrhundert. Trotz dieser Rückschläge bleibe der Tourismus ein zentraler Motor der kubanischen Wirtschaft. García verwies auf die besondere Belastung durch die seit über sechs Jahrzehnten bestehende US-Wirtschaftsblockade, die Kuba von wichtigen Märkten und Investoren abschneidet. Die unter Trump eingeführten Maßnahmen zielten, so betonte er, ausdrücklich darauf ab, den Tourismus der Insel zu schädigen – etwa durch Beschränkungen für Kreuzfahrten, Charterflüge und Überweisungen. Gleichzeitig zeigte sich der Minister entschlossen, die Branche wiederzubeleben. „Wir werden die Hotels füllen“, versprach García im Gespräch mit der BBC. Das Land verfüge über ein hohes Maß an Erfahrung im Tourismussektor, über attraktive Reiseziele und über eine Belegschaft, die sich der Erholung der Branche verpflichtet fühle. Der Minister sprach von laufenden Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und neue Vermarktungsstrategien, um internationale Besucher zurückzugewinnen. In seinem Gespräch mit der BBC wies García darauf hin, dass Kuba im Vergleich zu anderen Karibikstaaten unter einzigartigen strukturellen Hindernissen leide. Dennoch sehe er in der Vielfalt des touristischen Angebots – von Strandurlaub über Ökotourismus bis hin zu kulturellen Reisen – die Grundlage für eine nachhaltige Erholung. „Wir stehen vor Herausforderungen, die kein anderes Land in unserer Region kennt. Aber wir werden sie meistern“, sagte García. Analysten bewerten den Auftritt des Ministers als Versuch, das Vertrauen internationaler Partner zu stärken und neue Kooperationen im Tourismussektor zu fördern. Auch wenn konkrete Zahlen zur aktuellen Besucherentwicklung ausblieben, signalisiert Garcías Optimismus, dass Havanna weiterhin auf die Erholung der Branche als wichtigen Weg aus der Wirtschaftskrise setzt.
Quelle: BBC (https://t1p.de/pzwbx)
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Text: Leon Latozke
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