Neues aus Kuba
Panama meldet die Freilassung von drei der zehn in Kuba festgenommenen panamaischen Staatsbürger25/4/2026
25.04.2026 10:00 Uhr
Panama meldet die Freilassung von drei seiner Bürger aus kubanischer Haft. Die Entscheidung sei ein „Geste der Humanität“, so das Außenministerium in Panama-Stadt. Die zehn Festgenommenen waren Ende Februar wegen Propagandadelikten angeklagt worden, ihnen drohten bis zu acht Jahre Haft.
Die kubanische Regierung hat drei von zehn inhaftierten Burgern Panamas freigelassen und ihre Ausreise von der Insel gestattet. Wie das panamaische Außenministerium am Freitag (23.) mitteilte, handele es sich um drei Frauen, die Ende Februar gemeinsam mit sieben weiteren Landsleuten unter dem Vorwurf der Propaganda festgenommen worden waren. Havanna bezeichnete den Schritt als Geste der Menschlichkeit und Freundschaft gegenüber Panama. Zudem werde die Kooperationsbereitschaft der Frauen während des Verfahrens gewürdigt, die nach kubanischem Recht als „wirksame Gehilfen“ eingestuft worden seien, hieß es in der Mitteilung weiter.
Die Freilassung erfolgte nur wenige Wochen nach einem Besuch des panamaischen Außenministers Javier Martínez-Acha in Kuba. Dieser hatte sich damals mit Staatspräsident Miguel Díaz-Canel und seinem kubanischen Amtskollegen Bruno Rodríguez getroffen. Nach dem Gespräch berichtete Martínez-Acha von einer „humanitären Behandlung“ und „angemessenen rechtlichen Unterstützung“ für die zehn Inhaftierten, mit denen er persönlich rund eine Stunde gesprochen habe. Die Festgenommenen waren beschuldigt worden, gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Republik Kuba verstoßen zu haben – ein Vorwurf, der auf der Karibikinsel mit bis zu acht Jahren Haft geahndet werden kann. Bereits Anfang März hatte das kubanische Innenministerium die Festnahme bekannt gegeben und erklärt, die Gruppe sei in Havanna mit regierungskritischen Graffiti aufgefallen. Konkret handelte es sich um Parolen wie „Nieder mit der Tyrannei“, „Kommunismus: Feind der Gemeinschaft“ und „Wir vertrauen auf Donald Trump, Marco Rubio und Mike Hammer“. Letztere bezogen sich auf den damaligen US-Präsidenten, seinen Außenminister und den Botschafter der Vereinigten Staaten auf Kuba. Die panamaische Regierung dankte nun ausdrücklich Díaz-Canel, Rodríguez und allen beteiligten kubanischen Behörden für ihr Verständnis der „außergewöhnlichen Umstände“ der Festnahmen. Das Außenministerium in Panama-Stadt betonte, die kubanischen Stellen hätten durch die Anwendung eines „Opportunitätskriteriums“ eine Lösung ermöglicht. Die genauen Modalitäten der Ausreise der drei Frauen wurden nicht genannt.
Quelle: EFE (https://t1p.de/k2ywg)
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