Neues aus Kuba
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China hat seine Unterstützung für Kuba angesichts erneuter Drohungen der USA bekräftigt und fordert ein sofortiges Ende der US-Sanktionen. Das chinesiche Außenamt betonte die Souveränität Kubas und kritisierte die US-Politik als unzulässige Einmischung.
12.01.2026 12:00 Uhr
Abbildung: Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, forderte dazu auf, weitere Maßnahmen zu ergreifen, die zu Frieden und regionaler Stabilität führen. Foto: @globaltimesnews
Peking hat in einer deutlichen Erklärung seine Unterstützung für Kuba bekräftigt und die Vereinigten Staaten aufgefordert, den seit Jahrzehnten bestehenden Wirtschaftsblockade und alle einseitigen Zwangsmaßnahmen gegen die Karibikinsel unverzüglich aufzuheben. Anlass sind jüngste Äußerungen von US‑Präsident Donald Trump, der Kuba den Abbruch von Öl- und Finanzhilfen aus Venezuela androhte.
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, kritisierte Trumps Drohungen als unzulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates. China unterstütze die Wahrung der kubanischen Souveränität und Sicherheit und lehne jede Form externer Zwangspolitik ab, erklärte Mao auf einer Pressekonferenz in Peking. Zugleich forderte sie Washington auf, Schritte zu unternehmen, die Frieden und Stabilität in der Region fördern. Die Spannungen eskalierten, nachdem Trump in sozialen Medien schrieb, dass es „kein Öl und kein Geld mehr für Kuba“ geben werde und das Land „einen Deal machen solle, bevor es zu spät sei“. Kubas Präsident Miguel Díaz‑Canel wies die Vorwürfe umgehend zurück. Er betonte, die USA hätten keine moralische Grundlage, Kuba Vorwürfe zu machen, während sie internationale Normen und Menschenleben zu wirtschaftlichen Zwecken instrumentalisieren. Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz machte Mao Ning deutlich, dass Lateinamerika souveräne Staaten umfasst, die frei über ihre wirtschaftlichen Partnerschaften entscheiden könnten. China werde unabhängig von der aktuellen Situation die praktische Zusammenarbeit mit den Ländern der Region, darunter Venezuela, weiter vertiefen und den gemeinsamen wirtschaftlichen Fortschritt fördern. Die Erklärung Pekings reiht sich in eine längerfristige Politik Chinas ein, das seit Jahren die US‑Blockade gegen Kuba kritisiert. Peking argumentiert, dass das Embargo nicht nur die kubanische Bevölkerung belastet, sondern auch völkerrechtliche Grundsätze verletzt. In der UN‑Generalversammlung unterstützt China regelmäßig Resolutionen, die auf ein Ende der Sanktionen drängen. Beobachter sehen in der aktuellen Positionierung Chinas eine strategische Botschaft: Angesichts verschärfter Spannungen mit den USA sucht Peking verstärkt Kooperationen in Lateinamerika und signalisiert zugleich Kritik an unilateralistischen Politiken Washingtons. In Havanna wird die chinesische Haltung als politische Rückendeckung gewertet. Die aktuelle Eskalation verdeutlicht, dass Kuba weiterhin ein Brennpunkt globaler Machtfragen bleibt – zwischen den USA, die ihre Blockadepolitik fortführen, und China, das diese zunehmend öffentlich kritisiert und alternative Partnerschaften fördert.
Quelle: Telesur (https://t1p.de/5gz4p)
Autor: Leon Latozke
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