Neues aus Kuba
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15.06.2026 23:00 Uhr
Die Wetterstation La Palma in Pinar del Río registrierte mit 37,6 °C einen dreifachen historischen Temperaturrekord. Der Wert übertrifft den bisherigen Provinzrekord für Juni aus dem Jahr 1958 (37,5 °C) sowie die Stationsrekorde für Juni und absolut.
Die Wetterstation im westkubanischen La Palma, gelegen in der Provinz Pinar del Río, hat am 13. Juni einen Temperaturrekord aufgestellt, der in mehrfacher Hinsicht historisch ist. Um 18:48 Uhr Ortszeit maßen die Instrumente 37,6 Grad Celsius – ein Wert, der gleich drei Bestmarken pulverisiert. Wie der Meteorologe Humberto Raúl Acosta González vom kubanischen Institut für Meteorologie (INSMET)auf Facebook mitteilte, handelt es sich um den höchsten je im Juni an dieser Station gemessenen Wert, zugleich um den absoluten Rekord für La Palma in allen Monaten sowie um die höchste Junitemperatur, die jemals in der gesamten Provinz Pinar del Río registriert wurde.
Die vorherige Provinzbestmarke für den Monat Juni war 68 Jahre alt: Sie datierte auf den 29. Juni 1958, als die Küstenstation Cabo de San Antonio 37,5 Grad Celsius anzeigte. Der neue Rekord liegt nur um ein Zehntel Grad darüber, doch die Umstände machen ihn besonders bemerkenswert. Während extreme Hitze in Kuba meist von Küstenorten ausgeht, wurde dieser Höchstwert im Landesinneren gemessen. Zudem fällt er in die erste Junihälfte, obwohl die größten Hitzespitzen auf der Insel für gewöhnlich im Juli und August zu erwarten sind. Die Station La Palma selbst hatte ihren bisherigen Juni-Rekord von 36,6 Grad Celsius am 2. Juni 2004 aufgestellt; den Gesamtrekord von 37,1 Grad Celsius hielt der 14. April 2020. Nun wurden beide Marken mit einem Schlag übertroffen. Kuba erlebt seit Jahren eine Eskalation der Temperaturrekorde: Im April 2024 erreichte die Ortschaft Jucarito in der Provinz Granma 40,1 Grad Celsius – der erste Wert über 40 Grad seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnungen im Land. Das Jahr 2023 gilt als das heißeste in der kubanischen Geschichte, mit einer Durchschnittstemperatur, die 1,38 Grad Celsius über dem historischen Mittel lag. Die amerikanische Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA hat vor kurzem bestätigt, dass die atmosphärischen und ozeanischen Voraussetzungen für das Klimaphänomen El Niño – offiziell als El Niño-Southern Oscillation (ENSO) bezeichnet – derzeit gegeben sind. Für Kuba bedeutet das nach Einschätzung von Fachleutenam kubanischen Institut für Meteorologie (Instituto de Meteorología - INSMET) eine „erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Einsetzen von Dürrebedingungen während der Regenzeit“ von Mai bis Oktober sowie „überdurchschnittlich warme Sommer“.
Quelle: Facebook/INSMET (https://t1p.de/vzi6k)
Autor: Leon Latozke
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