Neues aus Kuba
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02.04.2026 15:00 Uhr
Russland plant eine weitere Öllieferung nach Kuba, nachdem bereits ein erster Transport erfolgreich eingetroffen ist und mit Billigung der USA eine dreimonatige Energieblockade der Insel beendet hat. Dies teilte der russische Energieminister Sergej Ziwiljow mit.
Russland bereitet offenbar eine weitere Öllieferung nach Kuba vor und setzt damit seine Unterstützung für die Karibikinsel fort. Nachdem bereits ein erstes Tankschiff erfolgreich angekommen ist, wird derzeit ein zweiter Transport vorbereitet. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund einer schweren Energiekrise in Kuba sowie einer von den USA verhängten Blockade, die den Import von Treibstoffen erheblich eingeschränkt hat.
Wie der russischen Energieministers Sergej Ziwiljow am Donnerstag (2.) erklärte, wurde die Entscheidung für die neue Lieferung nach Gesprächen mit kubanischen Vertretern in Sankt Petersburg getroffen. Moskau betont, dass man Kuba auch weiterhin nicht im Stich lassen werde. Bereits das erste Schiff hatte eine symbolische Bedeutung, da es trotz politischer Spannungen und Sanktionen seinen Zielhafen erreichte. Der Tanker „Anatoli Kolodkin“, der sowohl von den USA als auch von der Europäischen Union sanktioniert ist, brachte rund 100.000 Tonnen, etwa 700.000 Barrel Rohöl nach Kuba. Es war die erste Lieferung dieser Größenordnung seit etwa drei Monaten. In diesem Zeitraum hatte die Insel unter massiven Versorgungsengpässen gelitten. Die US-Regierung zeigte sich von der russischen Lieferung unbeeindruckt. Präsident Donald Trump erklärte, dass einzelne Öllieferungen nichts an der politischen oder wirtschaftlichen Lage Kubas ändern würden. „Es stört mich nicht (…) sie haben ein schlechtes Regime, eine schlechte und korrupte Führung, und ob ein Ölschiff ankommt oder nicht, spielt keine Rolle“, sagte der Präsident. In Kuba selbst hat der Energiemangel gravierende Folgen. Die unzureichende Versorgung mit Treibstoff führt zu langanhaltenden Stromausfällen, die sowohl die Wirtschaft als auch zentrale Bereiche wie Gesundheitswesen und Verkehr beeinträchtigen. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 100.000 Barrel, von denen nur etwa 40.000 aus eigener Produktion stammen. Die russischen Öltransporte werden daher nicht nur als politische Geste, sondern auch als dringend benötigte wirtschaftliche Unterstützung interpretiert.
Quelle: ORF (https://t1p.de/0dlgl)
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