Neues aus Kuba
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17.03.2026 23:00 Uhr
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Der US-Außenminister bezeichnet Kubas angekündigte Wirtschaftsreformmaßnahmen als nicht radikal genug. Trotz Öffnungen für Investitionen aus dem Ausland und in strategische Sektoren sei die Wirtschaft weiterhin stark angeschlagen. Der US-Senator betont, dass politische Reformen notwendig sind, bevor eine Lockerung des Embargos diskutiert werden könne.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Cuba Talking With Rubio as US Action Looms. Rechte beim Uploadenden.
Der US-Außenminister Marco Rubio hat die jüngst von Kuba angekündigten Reformen als „nicht ausreichend radikal“ kritisiert. Vor der Presse im Oval Office erklärte er am Dienstag (17.), dass die vorgestellten Maßnahmen die tiefgreifenden wirtschaftlichen Probleme der Insel nicht lösen würden. „Kuba verfügt über eine Wirtschaft, die nicht funktioniert, sowie über ein politisches System, das die anstehenden Probleme nicht reparieren kann. Deshalb sind tiefgreifende und umfassende Veränderungen notwendig. Das, was gestern angekündigt wurde, reicht dafür nicht aus. Es wird die Krise nicht lösen“, so Rubio.
Die kubanische Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel hatte am Montag angekündigt, dass Kubaner, die im Ausland leben, künftig in private Unternehmen auf der Insel investieren dürfen. Außerdem sollen große Investoren verstärkt in Infrastrukturprojekte in den sogenannten strategischen Sektoren wie Tourismus, Bergbau und Energie einbezogen werden. Diese Reformen gelten als Teil eines vorsichtigen Modernisierungskurses, den die Regierung inmitten der anhaltenden Verhandlungen mit Washington verfolgt. Rubio, der als kubanisch-amerikanischer Politiker und enger Vertrauter von Donald Trump die Verhandlungen mit Kuba leitete, betonte jedoch, dass wirtschaftliche Lockerungen allein nicht ausreichten. Auf die Frage, ob er eine mögliche Lockerung des seit über 60 Jahren bestehenden US-Embargos befürworten würde, stellte Rubio klar, dass dies an politische Reformen auf der Insel gebunden sei. „Die Realität ist, dass Kubas Wirtschaft nicht funktioniert. Sie hat nur dank der Subventionen der Sowjetunion und später Venezuelas überlebt. Ohne diese Unterstützung befindet sich das Land heute in einer äußerst schwierigen Lage“, erklärte er. Darüber hinaus kritisierte Rubio die aktuelle Führung: „Diejenigen, die an der Macht sind, wissen nicht, wie man die Probleme löst. Es ist notwendig, dass neue Persönlichkeiten die Verantwortung übernehmen und die Führung übernehmen.“ Die Aussagen unterstreichen die US-Position, dass wirtschaftliche Maßnahmen allein keine dauerhafte Lösung für die tief verwurzelten Probleme Kubas darstellen. Berichten zufolge soll die Trump-Administration eine mögliche politische Öffnung Kubas an die Ablösung von Díaz-Canel geknüpft haben, während die bilateralen Gespräche weitergeführt werden. Díaz-Canel ist der erste kubanische Präsident ohne Castro-Namen seit Beginn der Revolution, doch Analysten sehen in Raúl Castro, 94, den eigentlichen Machtinhaber. Der ehemalige Generalsekretär des Kommunistischen Partei Kubas (PCC) gilt als zentraler Ansprechpartner für US-Vertreter, während Díaz-Canel nach außen als Gesicht der Regierung fungiert. Die wirtschaftliche Krise auf der Insel verschärft sich weiter. Kuba verzeichnete in dieser Woche bereits den sechsten landesweiten Stromausfall innerhalb von 18 Monaten. Die Energieprobleme haben sich in den vergangenen drei Monaten durch das US-Ölembargo zusätzlich verschärft. Die eingeschränkte Versorgung lähmt Produktion und Infrastruktur, treibt die Lebenshaltungskosten in die Höhe und erhöht die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Experten warnen, dass ohne tiefgreifende Reformen sowohl die wirtschaftliche Stabilität als auch die soziale Ruhe auf der Insel ernsthaft gefährdet sind.
Quelle: New York Post /YouTube (https://t1p.de/bs22e)
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