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12.07.2026 07:00
Sanktionen, Ölembargo und nun ein deutlicher Appell: US-Außenminister Rubio fordert Kubas Führung am Jahrestag der Proteste von 2021 auf, zu handeln „bevor es zu spät ist“.
Abbildung: Symbolbild Marco Rubio Juli 2026 (Bildquelle U.S. Department of State, Secretary Rubio Hosts a Global Town Hall, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons)
Am fünften Jahrestag der landesweiten Proteste vom 11. Juli 2021 hat US-Außenminister Marco Rubio die kubanische Führung erneut zu tiefgreifenden Reformen aufgefordert. Die Regierung müsse sich „bevor es zu spät ist“ zu echten politischen und wirtschaftlichen Veränderungen bekennen, erklärte Rubio in einer vom Außenministerium veröffentlichten Stellungnahme. Nur unter dieser Voraussetzung sei eine neue Beziehung zwischen Washington und Havanna denkbar.
Rubio, Sohn kubanischer Einwanderer, verwies auf ein bereits unterbreitetes Angebot: Die US-Regierung habe Kuba Hilfe beim wirtschaftlichen Wiederaufbau sowie die Aussicht auf eine neue bilaterale Partnerschaft in Aussicht gestellt – vorausgesetzt, Havanna öffne sich für politische und wirtschaftliche Reformen. Präsident Donald Trump und er selbst setzten sich für eine bessere Zukunft der kubanischen Bevölkerung ein, so Rubio weiter. Die Erklärung fällt in eine Phase verschärften Drucks der US-Regierung auf die Karibikinsel. Trump hatte wiederholt mit einer „Übernahme“ Kubas gedroht und seit Januar 2026 zusätzliche Sanktionen sowie ein Ölembargo verhängt, um die Regierung in Havanna weiter zu schwächen. Anlass der Erklärung ist der Jahrestag der Massenproteste vom 11. Juli 2021, als landesweit Zehntausende Kubaner gegen Lebensmittel- und Medikamentenknappheit sowie gegen jahrzehntelange Repression auf die Straße gingen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit hartem Vorgehen: Hunderte Demonstranten wurden festgenommen, mindestens eine Person kam ums Leben. Ein Teil der damals Inhaftierten sitzt nach Angaben Rubios bis heute in Haft. Die Beziehungen zwischen Washington und Havanna sind seit der Revolution von 1959 unter Fidel Castro von Konflikten geprägt. Das von den USA verhängte Handelsembargo besteht seit mehr als 60 Jahren fort und bleibt einer der zentralen Streitpunkte zwischen beiden Ländern. Die kubanische Regierung macht die US-Sanktionen für einen erheblichen Teil der anhaltenden Wirtschaftskrise des Landes verantwortlich.
Quellen: audimax.de, Yahoo News/dpa
Autor: Leon Latozke
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