Neues aus Kuba
|
29.04.2026 08:00 Uhr
![]()
US-Außenminister Marco Rubio wirft Kuba vor, ausländischen Nachrichtendiensten die operative Präsenz auf der Insel zu erlauben. Diese stellten eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA dar. Washington werde dies nicht hinnehmen, erklärte Rubio.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: JUST IN: Rubio sends negotiation team to Havana. Rechte beim Uploadenden.
Die US-Regierung hat der kubanischen Führung vorgeworfen, feindlichen Nachrichtendiensten operative Basis auf der Karibikinsel zu gewähren. In einem Interview mit mit dem Sender Fox News erklärte Außenminister Marco Rubio, die Insel werde genutzt, um Spionageaktivitäten gegen die USA in unmittelbarer geografischer Nähe zu ermöglichen. Die Administration von Präsident Donald Trump werde derartige Entwicklungen nicht hinnehmen, so Rubio weiter.
Der Diplomat bezog sich dabei auf die historisch gewachsene Bedeutung Kubas als strategischer Partner von Mächten, die Washington als Rivalen betrachtet. Seit der Revolution von 1959 und der anschließenden Annäherung an die Sowjetunion habe sich die Insel zu einem Außenposten gegnerischer Interessen entwickelt. Nach dem Zerfall des Ostblocks habe Kuba seine Beziehungen zu Russland aufrechterhalten und in den vergangenen Jahrzehnten zudem die Kooperation mit China ausgebaut – insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Technologie. Genau diese Entwicklung sieht Rubio als Gefahr für die nationale Sicherheit der USA. Der Außenminister äußerte sich zugleich abfällig über die aktuelle Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel. Diese sei wirtschaftlich unfähig und blockiere jegliche notwendige Reformen. Eine Verbesserung der Lage in Kuba sei nur durch tiefgreifende ökonomische Umstrukturierungen möglich, nicht aber unter den gegenwärtigen Machthabern. Die Aussagen Rubios fallen in eine Zeit zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern. Bereits seit Januar hat die Trump-Regierung ihre Sanktionen verschärft, insbesondere durch eine weitgehende Blockade von Öllieferungen nach Kuba. Zudem hat der Präsident mehrfach öffentlich die Notwendigkeit eines Führungswechsels in Havanna betont. Am selben Tag, an dem Rubio seine Vorwürfe erhob, scheiterte im US-Senat ein Vorstoß der Demokraten, der die Möglichkeiten des Präsidenten für militärische Operationen gegen Kuba einschränken sollte. Dieses Abstimmungsergebnis unterstreicht die innenpolitische Unterstützung für einen harten Kurs gegenüber der Insel. Die kubanische Regierung hat wiederholt jegliche Vorwürfe zurückgewiesen, ausländischen Geheimdiensten eine Operationsbasis zu bieten. Havanna bezeichnet die US-Sanktionen als illegalen Wirtschaftskrieg und wirft Washington imperialistische Einmischung vor. Die jüngsten Aussagen Rubios dürften die ohnehin angespannte Beziehung weiter belasten und die Aussichten auf eine diplomatische Lösung des Konflikts, der sich auf Energieversorgung und Wirtschaftslage der Insel auswirkt, zusätzlich mindern. Die geopolitischen Verflechtungen Kubas mit Russland und China bleiben dabei ein zentraler Streitpunkt zwischen beiden Staaten.
Quelle: Fox News/YouTube (https://t1p.de/3yuod)
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |


RSS-Feed