Neues aus Kuba
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03.05.2026 18:00 Uhr
Kuba einst Sehnsuchtsort, heute von Krise geprägt: Das schweizerisch-kubanische Paar Hernandez bleibt dennoch. Sie betreiben ein Kulturzentrum und pflegen die Rumba als afrikanisches Erbe. Ein Film zeigt, wie sie mit Tanz gegen Resignation und Auswanderung ankämpfen.
Kuba durchlebt eine Phase massiver gesellschaftlicher Verwerfungen. Die einstige Karibikperle, einst Sehnsuchtsort für Touristen und Hoffnungsträger linker Träume, ist heute von einer beispiellosen Auswanderungswelle erfasst. Wer die prekären Lebensumstände verlassen kann, der tut es, die Insel verliert zunehmend ihre Bevölkerung.
Inmitten dieser Krise aber wagt ein ungewöhnliches Paar den Schritt zurück. Der Schweizerin Christa Akert und ihrem kubanischen Mann Alexis Hernandez gehört die Zukunft auf Kuba, nicht die Vergangenheit. Der gelernte Salsa-Tanzlehrer, der 15 Jahre in Zürich lebte und dort seine Frau kennenlernte, kehrte mit ihr in seine Heimat zurück. Gemeinsam betreiben sie in Havanna ein Kulturzentrum, das sich der Pflege des afrikanischen Erbes der Insel widmet. Sie unterrichten die Tänze der ehemaligen Sklaven – Rumba, Son, die Rhythmen der Verschleppten. Es ist ein kultureller Rettungsakt gegen die wirtschaftliche Talfahrt. Denn die Umstände sind widrig: Touristen bleiben aus, die Versorgungslage ist katastrophal. Während viele Kubaner ihre Träume im Ausland verwirklichen wollen, kämpfen Christa und Alexis Hernandez gegen die Resignation an. Mit Musik, mit Bewegung, mit einer Trotzreaktion gegen den Exodus. Der 3sat-Film von Ruedi Leuthold und Beat Bieri zeigt, wie zwei Menschen ausgerechnet dort Wurzeln schlagen, wo alle anderen fliehen. Autor: Leon Latozke
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