Neues aus Kuba
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Ein hochrangiger russischer Abgeordneter hat die Beteiligung kubanischer Staatsbürger am Krieg in der Ukraine verteidigt und sie als Ausdruck „patriotischer Solidarität“ bezeichnet. Die Erklärung folgt auf US-Vorwürfe, wonach Tausende Kubaner als Söldner für Russland kämpfen sollen.
09.10.2025 07:04 Uhr
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, Andréi Kartapólov, hat die Beteiligung kubanischer Staatsbürger an den Kämpfen in der Ukraine verteidigt. Laut Kartapólov sei es nachvollziehbar, dass „normale kubanische Patrioten Russland lieben“ und „junge Kubaner helfen wollen“. In russischen Medien betonte er, dass jeder, der die „gerechte Kampfesführung gegen den weltweiten Faschismus“ unterstützen wolle, willkommen sei, sich den russischen Streitkräften anzuschließen.
Die Erklärung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA die angeblich massive Teilnahme kubanischer Söldner in der Ukraine kritisieren. Das US-Außenministerium hatte jüngst ein internes Memo an seine Diplomaten verteilt, in dem von 1.000 bis 5.000 kubanischen Kämpfern die Rede ist. Demnach sei Kuba nach Nordkorea die größte Quelle für ausländische Söldner im russischen Heer. Das Dokument wirft der Regierung in Havanna vor, ihre Bürger nicht ausreichend vor der Rekrutierung als „Spielbälle“ in einem fremden Krieg geschützt zu haben. Bereits im Mai berichtete die in Miami ansässige Asamblea de la Resistencia Cubana von bis zu 20.000 kubanischen Kämpfern, von denen 200 bis 300 im Konflikt getötet worden seien. Die Angaben sind schwer überprüfbar, doch unterstreichen sie die Besorgnis über die Rolle Kubas in einem internationalen Konflikt. Parallel dazu ratifizierten beide Kammern des russischen Parlaments ein bilaterales Militärabkommen mit Kuba, das die Kooperation zwischen beiden Ländern vertieft. Russland und Kuba pflegen seit der Sowjetzeit enge Beziehungen, die in den vergangenen Jahren, insbesondere angesichts der wirtschaftlichen Krise auf der Insel, weiter intensiviert wurden. Kuba kämpft derzeit mit der schwersten ökonomischen Krise seit drei Jahrzehnten: Mangel an Grundgütern, hohe Inflation, strukturelle Produktionsprobleme und wiederkehrende Stromausfälle prägen das Alltagsleben. Analysten sehen in der verstärkten militärischen Zusammenarbeit mit Russland sowohl eine politische Signalwirkung als auch eine Möglichkeit für Kuba, angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise Unterstützung zu sichern. Zugleich wirft die US-Debatte über kubanische Söldner neue Fragen zur Verantwortung der kubanischen Regierung im internationalen Konflikt auf.zu begreifen. In dieser Ambivalenz liegt die bleibende Faszination seiner Figur – als Ikone, Mythos und Mahnung zugleich.
Quelle: Interfax (https://t1p.de/u8kis)
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Text: Leon Latozke
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