Neues aus Kuba
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05.04.2026 10:00 Uhr
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Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Descarga en base de super- tanqueros de Matanzas del buque Anatoli Kalódkin. Rechte beim Uploadenden.
Ein russischer Öltanker hat 100.000 Tonnen Rohöl in Kuba entladen und wird damit kurzfristig zur Entspannung der angespannten Energieversorgung beitragen. Während die Raffination vorbereitet wird, bleibt die Lage angespannt.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Descarga en base de super- tanqueros de Matanzas del buque Anatoli Kalódkin. Rechte beim Uploadenden.
Die Entladung der Anatoli Kolodkin mit rund 100.000 Tonnen Rohöl ist am Samstag (4.) in Kuba abgeschlossen worden. Der russische Öltanker hatte zuvor im Hafen von Matanzas im Westen des Inselstaates festgemacht, wo die wichtigste Infrastruktur für den Umschlag großer Rohölmengen liegt. Die Lieferung gilt als kurzfristige Entlastung in einer anhaltenden Energiekrise, deren strukturelle Ursachen damit jedoch nicht behoben sind.
Nach Angaben des staatlichen Energieunternehmens Unión Cuba-Petróleo (Cupet) verlief der Entladevorgang planmäßig und ohne technische Zwischenfälle. „Es war ein zufriedenstellender Entladeprozess (…) und obwohl diese 100.000 Tonnen keine endgültige Lösung sind, lindern sie die Energiesituation des Landes. Wir bereiten bereits die Ankunft des Rohöls in den Raffinerien zur Verarbeitung vor“, erklärte der stellvertretende Cupet-Direktor Irenaldo Pérez Cardoso. Das Rohöl soll in den kommenden Wochen in kubanischen Raffinerien verarbeitet werden. Die Lieferung stammt aus Russland und wurde von einem Tanker der staatlichen Reederei Sovkomflot transportiert. Das Unternehmen steht seit 2024 unter Sanktionen der USA. Der Tanker hatte Anfang März den Hafen Primorsk verlassen und erreichte Kuba am Dienstag nach einer mehrwöchigen Fahrt über den Atlantik. Es handelt sich um die erste größere Öllieferung dieser Art seit mehreren Monaten. Die kubanischen Behörden hatten bereits im Vorfeld angegeben, dass die Entladung rund vier Tage in Anspruch nehmen werde. Für die anschließende Raffination wird ein Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen veranschlagt. Danach soll die Verteilung der gewonnenen Kraftstoffe erfolgen, was zusätzliche logistische Kapazitäten erfordert. Die aus dem Rohöl produzierten Energieträger sind für mehrere zentrale Bereiche vorgesehen. Dazu zählen Flüssiggas für Haushalte, Diesel zur Stromerzeugung sowie Treibstoffe für grundlegende wirtschaftliche Aktivitäten. Darüber hinaus sollen Schweröl für Kraftwerke und Benzin bereitgestellt werden, um zumindest vorübergehend die Versorgungslage zu stabilisieren. Die Lieferung erfolgt vor dem Hintergrund einer sich seit Mitte 2024 zuspitzenden Energiekrise. Diese ist unter anderem auf eingeschränkte Importmöglichkeiten sowie auf strukturelle Defizite in der eigenen Energieproduktion zurückzuführen. Internationale Sanktionen gegen Kuba werden von den Behörden als ein wesentlicher belastender Faktor beschrieben, der die Beschaffung von Rohstoffen erschwert. Die Abhängigkeit von externen Lieferungen bleibt entsprechend hoch. Der tägliche Energiebedarf des Landes liegt bei rund 100.000 Barrel Rohöl, von denen nur 40 % durch eigene Förderung gedeckt werden kann. Engpässe bei der Versorgung haben in den vergangenen Monaten wiederholt zu Stromausfällen und Einschränkungen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen geführt. Parallel zur jüngsten Lieferung hat Russland angekündigt, weitere Ölexporte nach Kuba zu prüfen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/xpmwl)
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