Neues aus Kuba
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Ein russisches Militärtransportflugzeug landete Ende Januar auf dem kubanischen Militärflugplatz San Antonio de los Baños. Die genaue Fracht ist unbekannt, frühere Flüge dienten dem Transport militärischer Ausrüstung. Die Landung hat in Washington Besorgnis ausgelöst und wird als mögliches strategisches Signal Russlands gewertet.
04.02.2026 08:00 Uhr
Abbildung: Russische Il-76 in der Karibik. Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Ein von westlichen Staaten sanktioniertes russisches Transportflugzeug des Typs Ilyushin Il‑76 ist am 31. Januar auf dem kubanischen Militärflugplatz San Antonio de los Baños bei Havanna gelandet. Der Flug wurde von der russischen Frachtgesellschaft Aviacon Zitotrans durchgeführt, die regelmäßig auf Sanktionslisten der USA, Kanadas und der Ukraine steht. Die Landung hat in Washington und bei internationalen Beobachtern Besorgnis ausgelöst, da das Flugzeug in der Vergangenheit auch für den Transport militärischer Ausrüstung eingesetzt wurde.
Die genaue Fracht des aktuellen Einsatzes ist unbekannt. In früheren Operationen, unter anderem in Venezuela, war das Il‑76 unter anderem für den Transport von Luftabwehrsystemen wie Pantsir‑S1 und Buk‑M2E eingesetzt worden. Beobachter in Washington werten die Landung auf kubanischem Boden als mögliche Signalwirkung Moskaus und prüfen, ob erneut militärische Ausrüstung auf die Insel gebracht wurde. Das Flugzeug absolvierte zuvor mehrere Zwischenstopps, unter anderem in Russland, der Dominikanischen Republik, Mauritanien und Algerien. Ähnliche Routen hatte das Flugzeug bereits im Oktober 2025 zurückgelegt, als es in Venezuela, Nicaragua und Kuba gesichtet wurde. Experten sehen darin Hinweise auf eine zunehmende Präsenz russischer militärischer Logistik in der Region. Die US-Regierung betrachtet die Landung vor dem Hintergrund verschärfter Spannungen zwischen Washington und Havanna kritisch. Präsident Donald Trump hatte Ende Januar Kuba als „außergewöhnliche und außerordentliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit bezeichnet und zusätzliche Zölle gegen Staaten angekündigt, die Kuba ohne Zustimmung der USA mit Öl beliefern. Russische Behörden betonten unterdessen, dass Kuba ein souveräner Staat sei und für Flüge auf seinem Hoheitsgebiet keine Genehmigung der USA benötigt. Moskau bezeichnete die militärische Zusammenarbeit mit Kuba als Teil normaler bilateraler Beziehungen und widersprach damit Einschätzungen, die den Einsatz des Il‑76 als direkte Bedrohung für die USA interpretieren.
Der Artikel wurde zuerst bei Mundus Novus 24 veröffentlicht.
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Text: Leon Latozke
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