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Russland sieht Kuba als stabilen Partner in Lateinamerika und schließt ein Szenario aus, in dem sich führende Vertreter der Insel gegen ihre Regierung mit den USA verbünden könnten – im Gegensatz zu Venezuela. Russische Politiker betonen die Unabhängigkeit und Souveränität Kubas und unterstreichen die strategische Bedeutung der Insel in der russischen Außenpolitik gegenüber den USA.
30.01.2026 12:00 Uhr
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Russland weist Spekulationen zurück, in Kuba könnten sich – ähnlich wie zuvor in Venezuela – führende Vertreter des Staates mit den USA gegen die eigene Regierung verbünden. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja erklärte in Moskau, ein solches Szenario sei auf der Karibikinsel ausgeschlossen. Mit Blick auf Venezuela sprach er offen von einem Verrat innerhalb der politischen Elite, der zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro geführt habe.
„In Venezuela hat zweifellos ein Verrat stattgefunden. Darüber wird völlig offen gesprochen. Ein Teil der hohen Beamten hat den Präsidenten tatsächlich verraten“, sagte Nebenzia in Erklärungen vor dem russischen Fernsehen. und fügte hinzu: „Dieses Masche wird in Kuba nicht funktionieren“. Die Aussagen unterstreichen die besondere Rolle Kubas in der russischen Lateinamerika-Politik. Nachdem Venezuela lange als wichtigster Verbündeter Moskaus in der Region galt, rückt Kuba nun deutlich in den Fokus. Russland fordert weiterhin die Freilassung Maduros und zeigt sich demonstrativ solidarisch mit Regierungen, die sich den USA entgegenstellen. Gleichzeitig vermeidet Präsident Wladimir Putin offene Angriffe auf US-Präsident Donald Trump, den er zuletzt im Zusammenhang mit Lateinamerika kaum direkt kritisierte. Vor diesem Hintergrund verurteilte die kubanische Regierung die jüngste Entscheidung Washingtons, Zölle gegen alle Länder zu verhängen, die Kuba mit Erdöl beliefern. Havanna bezeichnete die Maßnahme als „ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit und die Außenpolitik der USA – eine Formulierung, die die Schärfe des Konflikts widerspiegelt. Russland lieferte im vergangenen Jahr nach Angaben des Instituts für Energie der Universität Texas rund 6.000 Barrel Öl täglich nach Kuba. Im Kreml werden zudem Berichte über einen möglichen vollständigen US-Blockadeversuch gegen Kuba als „alarmierend“ bewertet. Ziel eines solchen Vorgehens sei offenbar ein Regimewechsel auf der Insel. Moskau betont in diesem Zusammenhang seine Unterstützung für die kubanische Führung. Innenminister Wladimir Kolokolzew traf bei einem Besuch auf Kuba den früheren Staatschef Raúl Castro und nutzte die Reise für politische Solidaritätsbekundungen. Kolokolzew verurteilte zugleich den US-Angriff auf Venezuela vom 3. Januar 2026 als militärische Aggression und sprach den Angehörigen getöteter Sicherheitskräfte sein Beileid aus. Putin selbst erklärte zuletzt, Russland stehe an der Seite Havannas bei der Verteidigung von Souveränität und Unabhängigkeit. Die enge Partnerschaft wird auch militärisch untermauert: Bereits im März 2025 hatten beide Länder ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit geschlossen.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/h29gw)
Autor: Leon Latozke
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