Neues aus Kuba
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11.04.2026 07:00 Uhr
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Russland bekräftigt seine Unterstützung für Kuba. Vizeminister Sergej Rjabkow deutete nach einem Treffen mit Präsident Díaz-Canel in Havanna weitere Öllieferungen an und betonte die besonderen bilateralen Beziehungen. Zugleich sandte er eine klare Botschaft an die USA.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Vice-chanceler russo visita Cuba em meio a tensões entre Havana e Washington | AFP. Rechte beim Uploadenden.
Im Zuge der anhaltenden Energiekrise Kubas hat Russland seine Solidarität mit der Inselnation bekräftigt und gleichzeitig eine klare Botschaft an die Vereinigten Staaten gerichtet. Der russische Vizeminister für auswärtige Angelegenheiten, Sergei Ryabkov, stellte nach einem Treffen mit Kubas Staatspräsident Miguel Díaz-Canel in Havanna unmissverständlich klar, dass sein Land nicht beabsichtige, die westliche Hemisphäre zu verlassen. Diese Aussage erfolgt vor dem Hintergrund der von der zweiten Regierung Donald Trumps proklamierten ‚Donroe-Doktrin‘, die auf eine unangefochtene US-Vorherrschaft in der Region abzielt.
Während eines Pressegesprächs am Freitag (10.) betonte Ryabkov die besondere Natur der bilateralen Beziehungen: „Unsere Beziehung zu Kuba ist etwas ganz Besonderes, sowohl politisch als auch emotional. Russland bedeutet den Kubanern viel, und die Kubaner sind unsere Brüder. Kuba zu verraten ist für uns undenkbar; wir können die Insel nicht ihrem Schicksal überlassen.“ In Bezug auf die akute Energiekrise Kubas deutete der hochrangige Diplomat an, dass die russische Unterstützung über die bereits erfolgte Lieferung von 700.000 Barrel Rohöl hinausgehen werde. Der Tanker „Anatoly Kolodkin“ hatte diese Ladung am 31. März mit US-amerikanischer Genehmigung in Kuba gelöscht. „Die Gewährleistung der Energiesicherheit der Insel hat für uns Priorität“, so Ryabkov, ließ jedoch konkrete Details zu weiteren Lieferungen offen: „Es ist verfrüht, über die nächsten Schritte zu sprechen.“ Diese Ankündigung ist von besonderer Bedeutung, da die US-Administration Kuba auf eine Liste von Ländern gesetzt hat, denen Öltransfers mit Russland untersagt sind, und zuvor bereits Venezuela vom Liefern abgehalten hatte. Präsident Díaz-Canel dankte seinerseits für die Unterstützung und übermittelte Grüße an Wladimir Putin. Er verwies auf die durch einen „energetischen Belagerungsring“ verschärfte Lage seines Landes. Die schärfste politische Spitze der Pressekonferenz war jedoch Ryabkovs klare Absage an die US-amerikanische Hemisphärenpolitik. Er wies die von Trump ausgerufene ‚Donroe-Doktrin‘, eine moderne Variante der bereits 1823 proklamierten Monroe-Doktrin, entschieden zurück. „Russland hat nicht die Absicht, die westliche Hemisphäre zu ‚verlassen‘, egal was Washington sagt. Sie sind besessen davon, Russland – und China – aus der Region zu vertreiben. Wir betrachten diese neue Auflage der US-amerikanischen Monroe-Doktrin als völlig überholt im Kontext der modernen internationalen Beziehungen.“
Quelle: Bloomberg (https://t1p.de/lqfo4)
Autor: Leon Latozke
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