Neues aus Kuba
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Russland verurteilt die US-Sanktionen gegen Kuba und Venezuela als neokolonial und bekräftigt seine Solidarität. Außenminister Lawrow und Botschafter Koronelli warnen vor Destabilisierung in der Karibik und betonen die Bedeutung einer gleichberechtigten internationalen Zusammenarbeit.
11.02.2026 09:00 Uhr
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Russland hat erneut seine Solidarität mit Kuba und Venezuela bekräftigt und scharfe Kritik an den als „neokolonial“ bezeichneten Maßnahmen der Vereinigten Staaten gegen beide Länder geäußert. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, der seine Stellungnahme am 10. Februar 2026 in einer Videobotschaft der russischen Diplomatie veröffentlichte, steht die freie Wahl des eigenen Schicksals den Völkern Kubas und Venezuelas zu, während die US-Politik gezielt Druck ausübe.
In der Botschaft unterstrich Lawrow, dass Russland jede Form neokolonialer Praktiken ablehne – von einseitigen Zwangsmaßnahmen bis hin zu militärischen Interventionen. Ziel Russlands sei die Förderung einer internationalen Zusammenarbeit, die auf Gleichberechtigung, gegenseitigem Vertrauen und Nachbarschaft basiert. Auch der russische Botschafter in Havanna, Wiktor Koronelli, äußerte sich besorgt über die Entwicklungen in Lateinamerika und der Karibik. Er warnte vor einer Eskalation der US-Rhetorik und Maßnahmen, die speziell auf Kuba gerichtet seien, und bezeichnete sie als Destabilisierungsversuche, die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdeten. Koronelli kritisierte die Strategie maximalen Drucks Washingtons und die jüngsten einseitigen Restriktionen als Mittel, Kuba wirtschaftlich zu schwächen. Besonders hervorgehoben wurde dabei die langjährige Blockade der Insel, die seit fast sieben Jahrzehnten besteht und erhebliche Auswirkungen auf Handel, Wirtschaft und Finanzen hat. Die jüngsten Maßnahmen der USA, darunter neue Sanktionen und das Aussetzen von Erdöllieferungen aus Venezuela nach Kuba nach der Festnahme von Nicolás Maduro, verschärfen die ohnehin schwierige Lage auf der Karibikinsel. Infolgedessen warnte die kubanische Regierung internationale Fluggesellschaften, dass das Land an Treibstoff für den Luftverkehr zu fehlen droht. Gleichzeitig versichert Russland, dass der touristische Betrieb auf Kuba derzeit nicht beeinträchtigt sei. Nach Angaben der russischen Tourismusbehörde befinden sich etwa 4.000 russische Touristen auf der Insel, und alle geplanten Flüge würden regulär durchgeführt. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dass Russland enge Kontakte zu Kuba pflege, um mögliche Lösungen zu finden oder zumindest die Auswirkungen der Krise abzumildern. Die russische Kritik an den US-Maßnahmen verdeutlicht die anhaltenden geopolitischen Spannungen in der Region und unterstreicht Moskaus Rolle als Unterstützer Kubas und Venezuelas inmitten wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/irph8)
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