Neues aus Kuba
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06.03.2026 09:00 Uhr
Ein Verletzter nach dem US-Boot-Vorfall in kubanischen Hoheitsgewässern ist gestorben. Kuba ermittelt wegen Terrorismus gegen die Überlebenden.
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Das kubanische Innenministerium teilte am Donnerstag (5.) mit, einer der sechs Festgenommenen wegen des Einsatzes des Schnellbootes aus den Vereinigten Staaten, sei am 4. März den Folgen der Schussverletzungen erlegen, die er während des Feuergefechts mit den kubanischen Grenztruppen erlitten hatte.
Bereits am 25. Februar hatten kubanische Grenztruppen ein Schnellboot mit zehn Personen an Bord abgefangen. Laut offizieller Mitteilung führte die Besatzung der aus den USA kommenden Bootsexpedition eine beträchtliche Menge an Waffen mit sich. Nach Angaben der Behörden eröffneten die Angreifer das Feuer auf die Grenztruppen. In der unmittelbaren Konfrontation starben vier der Besatzungsmitglieder, während die anderen sechs verletzt wurden und zunächst festgenommen werden konnten. Die kubanischen Behörden betonten, dass die verletzten Personen weiterhin medizinisch behandelt werden, abgestimmt auf den Schweregrad ihrer Verletzungen. Gleichzeitig laufen Ermittlungen, die das genaue Geschehen rekonstruieren und die Verantwortung jedes Beteiligten klären sollen. Das Ministerium berichtete, dass die Aussagen der Festgenommenen in das laufende Ermittlungsverfahren einfließen und neue Hinweise auf weitere Beteiligte in den USA liefern. Von Anfang an habe Kuba eine enge Kommunikation mit den US-Behörden gepflegt. Diese hatten laut Ministerium bereits am Montag ihre volle Kooperationsbereitschaft signalisiert – einschließlich Informationsaustausch und weiterer gemeinsamer Maßnahmen. Die kubanischen Behörden unterstrichen, dass die Bekämpfung von Terrorismus nicht nur im nationalen Interesse liege, sondern eine globale Verantwortung darstelle. Die kubanische Generalstaatsanwaltschaft hat gegen die Festgenommenen Anklage wegen terroristischer Handlungen erhoben und Haftbefehle beantragt. Vorherige Mitteilungen hatten bereits auf mögliche langjährige Haftstrafen bis hin zur Todesstrafe hingewiesen. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund gespannter Beziehungen zwischen Washington und Havanna. Zuletzt hatte die US-Regierung einen Erdölboykott gegen die Insel verhängt und gleichzeitig diplomatische Initiativen für Verhandlungen und politischen Wandel in Kuba gefordert. Der Angriff auf das Schnellboot verstärkt diese ohnehin angespannten Beziehungen und wirft Fragen nach künftigen Sicherheitsmaßnahmen auf.
Quelle: EFE (https://t1p.de/j6ccs)
Autor: Leon Latozke
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