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Heftige Regenfälle haben im Osten Kubas zu Überschwemmungen und der Evakuierung von fast 3.000 Menschen geführt. Besonders betroffen sind die Provinzen Holguín und Granma, die bereits unter den Folgen des Hurrikans Melissa leiden. Meteorologen warnen vor anhaltenden Niederschlägen, die die ohnehin angespannte Lage in der Region weiter verschärfen könnten.
13.11.2025 07:57 Uhr
Abbildung: Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Im Osten Kubas haben anhaltende Regenfälle innerhalb eines Tages zur Evakuierung von fast 3.000 Menschen geführt. Besonders betroffen sind die Provinzen Holguín und Granma, die erst vor zwei Wochen von Hurrikan Melissa heimgesucht worden waren. Die neuerlichen Unwetter verschärfen die ohnehin prekäre Lage in einer Region, die sich noch immer von den Verwüstungen des Sturms erholt.
Nach Berichten staatlicher Medien mussten allein im Bezirk Sagua de Tánamo (Provinz Holguín) rund 2.500 Einwohner ihre Häuser verlassen. Der dortige Fluss Sagua war über die Ufer getreten und bedrohte tiefer gelegene Wohngebiete. Viele Betroffene fanden vorübergehend Unterkunft bei Verwandten oder Nachbarn. In der Bergbaustadt Moa, ebenfalls in Holguín, stieg der Fluss Cabañas um mehr als drei Meter über seinen normalen Pegel, was zu Überschwemmungen führte. Mehr als 260 Menschen mussten dort in Sicherheit gebracht werden. Auch die benachbarte Provinz Granma ist von den Niederschlägen betroffen. In der Gemeinde Buey Arriba drohte die Talsperre Bueycito überzulaufen, weshalb die Behörden vorsorglich 147 Menschen in staatliche Notunterkünfte brachten. Nach Angaben von Yudelkis Ortiz, der Vorsitzenden des regionalen Verteidigungsrats, beobachten Einsatzkräfte die Entwicklung der Wasserstände fortlaufend. Der kubanische Wetterdienst führte die intensiven Regenfälle auf eine Kaltfront zurück, die derzeit über dem Osten der Insel liegt. Die Experten rechnen mit weiteren Niederschläge, Gewittern und anhaltender Bewölkung. Die Unwetter treffen eine Region, die noch immer mit den Folgen von Hurrikan Melissa kämpft, der erhebliche Schäden an Häusern, Strom- und Kommunikationsleitungen sowie an der Wasserversorgung verursachte. Zahlreiche Infrastrukturen sind bis heute nur notdürftig wiederhergestellt, und viele Familien leben noch immer in provisorischen Unterkünften. Mit den aktuellen Evakuierungen wächst die Sorge, dass die ohnehin angespannte humanitäre Lage weiter eskaliert. Behörden und Zivilschutz arbeiten daran, weitere Überflutungen zu verhindern und betroffene Gemeinden mit Notunterkünften, Lebensmitteln und Trinkwasser zu versorgen. Meteorologen warnen unterdessen, dass sich die Regenfälle im Laufe der Woche fortsetzen könnten. Angesichts der gesättigten Böden und der noch nicht reparierten Deiche besteht in Teilen des Ostens Kubas ein erhöhtes Risiko für Erdrutsche und neue Überschwemmungen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/4jzv2)
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Text: Leon Latozke
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