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Ein schweres Unwetter hat in der ostkubanischen Provinz Guantánamo über 150 Häuser beschädigt. Vier Gebäude stürzten vollständig ein, Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden.
07.08.2025 22:24 Uhr
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Ein lokales Unwetter hat Anfang der Woche in der ostkubanischen Provinzhauptstadt Guantánamo schwere Schäden verursacht. Nach offiziellen Angaben wurden vier Wohnhäuser vollständig zerstört, 146 weitere teils erheblich beschädigt. Verletzte oder Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet.
Die Sturmzelle hatte sich am Dienstagabend über der Stadt entladen und dabei Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 104 Stundenkilometern sowie starke Regenfälle und Hagel mit sich gebracht. Betroffen waren neben Wohnhäusern auch sieben Bildungseinrichtungen. Zudem wurden Strom- und Kommunikationsleitungen beschädigt, zahlreiche Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Behörden sprachen von vorläufigen Zahlen. Noch am Abend wurden Kräfte des Zivilschutzes mobilisiert, um erste Aufräumarbeiten einzuleiten und eine Schadensaufnahme vorzunehmen. Die betroffenen Familien wurden notdürftig untergebracht – eine in einem alternativen Gebäude auf dem eigenen Grundstück, die übrigen bei Nachbarn. Ursache des Unwetters war nach Angaben des örtlichen meteorologischen Instituts eine typische Konstellation für diese Jahreszeit: hohe Temperaturen – am Dienstag lag die gemessene Höchsttemperatur bei 37,4 Grad Celsius –, eine schwache antizyklonale Wetterlage und eine atmosphärische Störung nördlich der Bahamas. Besondere Aufmerksamkeit gilt in Kuba bei solchen Wetterereignissen regelmäßig dem Zustand der Bausubstanz. Die Inselrepublik kämpft seit Jahren mit einem strukturellen Wohnungsdefizit. Nach offiziellen Zahlen befinden sich 37 Prozent der rund 3,9 Millionen registrierten Wohneinheiten in einem schlechten oder instandsetzungsbedürftigen Zustand. Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum liegt bei über 850.000 Einheiten. Autor: Leon Latozke
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