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Bei einem schweren Busunglück in der ostkubanischen Provinz Granma sind zwei Menschen ums Leben gekommen, 27 weitere wurden verletzt, darunter ein Kind. Der Fernreisebus war auf dem Weg von Havanna nach Santiago de Cuba, als der Fahrer in der Nacht die Kontrolle verlor.
04.08.2025 06:54 Uhr
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Bei einem schweren Verkehrsunfall in der ostkubanischen Provinz Granma sind am frühen Sonntagmorgen zwei Menschen ums Leben gekommen, 27 weitere wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich bei Kilometer 727 der Fernstraße zwischen Bayamo und Las Tunas, als der Fahrer in der Nacht die Kontrolle über den Fernreisebus verlor und gegen ein festes Hindernis prallte. Der Bus war auf dem Weg von Havanna nach Santiago de Cuba.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen angemieteten Bus des staatlichen Forschungszentrums Biocubafarma. Laut Medienberichten starb eine Frau (60) noch an der Unfallstelle, ein Mann (51) erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Unter den Verletzten befindet sich ein Kind, sechs Personen mussten operativ im Provinzkrankenhaus Carlos Manuel de Céspedes in Bayamo versorgt werden. Der ärztliche Direktor der Einrichtung, Adonis Frómeta Guerra, sprach von gesicherten Bedingungen für die Behandlung der Patienten. Personal und medizinische Ausstattung seien ausreichend vorhanden. Vertreter der lokalen Behörden, darunter die Parteisekretärin Yudelkis Ortiz Barceló und Gouverneurin Yanetsy Terry Gutiérrez, besuchten noch am Morgen den Unfallort und das Krankenhaus. Sie sicherten Unterstützung für die betroffenen Familien zu und koordinierten Hilfsmaßnahmen. Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden vom Innenministerium eingeleitet. Hinweise auf technische Defekte oder menschliches Versagen wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Kuba verzeichnet regelmäßig schwere Verkehrsunfälle. Nach offiziellen Angaben kam es im Jahr 2024 zu 7.507 registrierten Unfällen – ein Rückgang von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Ursachen sind unter anderem der schlechte Zustand vieler Straßen sowie die Überalterung des Fuhrparks. Viele Fahrzeuge auf kubanischen Straßen sind seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb, Ersatzteile und Wartungskapazitäten sind knapp. Besonders im Fernverkehr sind Busse häufig überaltert oder schlecht gewartet. Hinzu kommen lange Fahrzeiten, mangelhafte Infrastruktur und eine oft überforderte Verkehrsaufsicht. Der aktuelle Unfall macht erneut deutlich, wie dringend Reformen im Verkehrssektor notwendig wären. Offizielle Reaktionen aus Havanna stehen bislang aus.
Quellen: Prensa Latina (https://t1p.de/zzqbw), Juventud Rebelde (https://t1p.de/753xu)
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