Neues aus Kuba
Klicken Sie hier, um benutzerdefiniertes HTML festzulegen
Sheinbaum kündigt Hilfslieferungen nach Kuba und Bemühungen zur Wiederaufnahme der Öllieferungen an1/2/2026
Mexiko kündigt neue humanitäre Hilfslieferungen für Kuba an. Lebensmittel und grundlegende Güter sollen kurzfristig geliefert werden, während die Regierung diplomatische Lösungen für die Fortsetzung der Erdöllieferungen sucht.
01.02.2026 23:00 Uhr
Abbildung: Eneas De Troya, Claudia Sheinbaum el 21 de enero de 2026, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY 4.0
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat am Sonntag (1.) angekündigt, dass ihre Regierung Kuba kurzfristig mit humanitärer Hilfe unterstützen will. Bereits in dieser Woche sollen Lebensmittel und weitere grundlegende Güter auf die Insel geliefert werden. Die Organisation der Hilfe liege bei der mexikanischen Marine. Zugleich bekräftigte Sheinbaum, dass Mexiko weiterhin auf diplomatischem Weg nach Möglichkeiten suche, die Lieferungen von Erdöl nach Kuba fortzusetzen.
Nach Angaben der Präsidentin verfolgt die Regierung damit zwei Ziele: Einerseits solle die akute Versorgungslage der kubanischen Bevölkerung mit dringend benötigten Gütern verbessert werden, andererseits wolle man das politisch sensible Thema der Treibstofflieferungen über diplomatische Kanäle klären. Die Unterstützung Kubas sei aus mexikanischer Sicht eine humanitäre Frage. Bis eine Lösung für das Erdöl gefunden sei, werde Mexiko andere unverzichtbare Produkte bereitstellen. Der Hintergrund der aktuellen Ankündigungen sind die von den Vereinigten Staaten verschärften Maßnahmen gegen Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, Länder mit Zöllen zu belegen, die Kuba direkt oder indirekt unterstützten. Zudem behauptete er öffentlich, Sheinbaum habe sich bereit erklärt, die Erdöllieferungen nach Kuba einzustellen. Diese Darstellung wies die mexikanische Präsidentin zurück. Sie betonte, dass sie das Thema nicht direkt mit Trump erörtert habe. Nach ihren Angaben wurde die Frage der Ölversorgung stattdessen auf diplomatischer Ebene behandelt. Mexikos Außenminister Juan Ramón de la Fuente habe in einem Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio über die Angelegenheit gesprochen. Sheinbaum unterstrich, ihre Regierung prüfe „alle diplomatischen Wege“, um humanitäre Hilfe für Kuba weiterhin zu ermöglichen, ohne internationale Spannungen zu verschärfen. De la Fuente erklärte vor Abgeordneten der Regierungsfraktionen, Mexiko werde humanitäre Hilfe dort leisten, wo sie erforderlich sei, und diese Praxis nicht einstellen. Er verwies dabei auf die verfassungsrechtlichen Grundsätze des Landes sowie auf das Völkerrecht als Grundlage der mexikanischen Außenpolitik. Zugleich hob er hervor, dass der offene Dialog ein zentrales Element effektiver Diplomatie bleibe. Mexiko hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Partner Kubas entwickelt. Nach dem Rückgang der venezolanischen Lieferungen ist das Land zum bedeutendsten Erdöllieferanten der Insel geworden. In den ersten 13 Monaten der Amtszeit Sheinbaums beliefen sich die mexikanischen Erdölexporte nach Kuba auf mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar.
Quelle: EFE (https://t1p.de/yi0g2)
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |
|
|
| Anzeige (G3) |