Neues aus Kuba
Klicken Sie hier, um benutzerdefiniertes HTML festzulegen
|
21.06.2026 07:00 Uhr
Mexiko schickt weitere Hilfe nach Kuba. Präsidentin Claudia Sheinbaum reagiert damit auf die dramatische Versorgungslage auf der Insel. Während Lebensmittel geliefert werden, bleibt Treibstoff knapp. Die Regierung sucht nach Lösungen, ohne Konflikte mit den USA zu verschärfen.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat ihre Unterstützung für Kuba erneut bekräftigt und zugleich weitere humanitäre Hilfsmaßnahmen angekündigt. Angesichts der sich zuspitzenden Versorgungskrise auf der Karibikinsel kündigte sie an, dass in den kommenden Tagen ein weiteres Schiff mit dringend benötigten Gütern in Richtung Havanna aufbrechen soll.
„Wir werden das kubanische Volk weiterhin unterstützen und nach Wegen suchen, ihnen Treibstoff zu liefern, ohne Mexiko zu beeinträchtigen“, betonte die Präsidentin am Freitag (20.) vor Journalisten in Cancún, Quintana Roo. Die Lage in Kuba gilt derzeit als eine der schwersten seit Jahrzehnten. Grund dafür ist vor allem die erneute Verschärfung der US-Sanktionen unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump, die den Zugang zu wichtigen Ressourcen, insbesondere Treibstoff, massiv einschränken. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Mexiko mehrere Hilfslieferungen organisiert. Diese umfassten vor allem Grundnahrungsmittel wie Reis und Milchpulver sowie andere lebenswichtige Güter. Dennoch bleibt die Versorgungslage angespannt. Die kubanische Regierung unter Miguel Díaz-Canel hat wiederholt darauf hingewiesen, dass insbesondere Treibstoff dringend benötigt wird, um die Energieversorgung des Landes aufrechtzuerhalten. Zuletzt führte ein vollständiger Zusammenbruch des Stromnetzes dazu, dass weite Teile der Insel zeitweise ohne Elektrizität waren. Sheinbaum unterstrich, dass Mexiko derzeit verstärkt humanitäre Hilfe leistet, während parallel diplomatische Optionen geprüft werden, um auch wieder Energielieferungen zu ermöglichen. Bis Mitte Februar hatte der staatliche Ölkonzern Pemex Kuba regelmäßig mit Erdöl versorgt. Diese Lieferungen wurden jedoch im Zuge wachsender politischer Spannungen mit den Vereinigten Staaten ausgesetzt. Hintergrund sind drohende wirtschaftliche Gegenmaßnahmen aus Washington, darunter mögliche Strafzölle, die Mexiko empfindlich treffen könnten. Die mexikanische Regierung steht damit vor einem Balanceakt: Einerseits will sie ihre traditionelle Solidarität mit Kuba aufrechterhalten, andererseits gilt es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA nicht zu gefährden. Diese sind insbesondere im Kontext der laufenden Verhandlungen über Handelsabkommen von zentraler Bedeutung. Neben staatlichen Initiativen engagieren sich auch zivilgesellschaftliche Organisationen. Parallel zu den offiziellen Hilfslieferungen wird eine internationale Flottille vorbereitet, die von verschiedenen Gruppen organisiert wird. Von den Häfen in Progreso und Isla Mujeres sollen Segelschiffe mit Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und sogar Solarpaneelen auslaufen. Ziel ist es, die besonders angeschlagene Energieinfrastruktur Kubas zumindest punktuell zu entlasten. Die angekündigten Maßnahmen verdeutlichen, wie ernst die Lage auf der Insel eingeschätzt wird. Während der internationale Druck auf Kuba anhält, wächst zugleich die Bedeutung externer Unterstützung. Für viele Kubaner sind die angekündigten Lieferungen daher ein dringend benötigter Hoffnungsschimmer in einer zunehmend prekären Versorgungssituation.
Quelle: EL PAÍS (https://t1p.de/dst1k)
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |
|
|
| Anzeige (G3) |