Neues aus Kuba
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18.04.2026 18:00 Uhr
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Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat auf Demokratiegipfel in Barcelona eine klare Position bezogen: Sie forderte eine Erklärung gegen jegliche militärische Intervention in Kuba und betonte, dass Dialog und Frieden Vorrang haben müssen. In ihrer Rede verwies sie auf Mexikos historische Ablehnung der Kubablockade seit 1962.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Mexico President Claudia Sheinbaum in Barcelona Summit | AC14. Rechte beim Uploadenden.
In einem klaren außenpolitischen Signal hat die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Samstag beim IV. Gipfel zur Verteidigung der Demokratie in Barcelona eine mögliche militärische Intervention in Kuba scharf verurteilt. Sie forderte, dass „der Dialog und der Frieden Vorrang haben“ müssten, und kündigte an, eine entsprechende Erklärung gegen ein solches Eingreifen vorzulegen. Mit ihrer deutlichen Positionierung knüpft Sheinbaum an eine lange Tradition mexikanischer Kuba-Politik an, wie sie in ihrer Rede betonte: Mexiko habe bereits 1962, als andere schwiegen, seine Stimme gegen die Blockade der Insel erhoben. "Bis heute glauben wir, wenn wir von dieser kleinen Karibikinsel sprechen, dass kein Volk klein ist, sondern groß und stoisch, wenn es seine Souveränität und das Recht auf ein erfülltes Leben verteidigt", fügte sie hinzu. Der kubanische Präsident sagte diese Woche, die Insel sei "bereit" für jede militärische Aggression.
Das Treffen in Barcelona, zu dem der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva eingeladen hatten, versammelte eine Reihe gleichgesinnter Führungspersönlichkeiten, darunter die Staatschefs von Kolumbien, Südafrika und Uruguay. In diesem Forum nutzte Sheinbaum die Gelegenheit für eine grundsätzliche friedenspolitische Initiative. Sie griff einen bereits beim G20-Gipfel vorgebrachten Vorschlag wieder auf, wonach zehn Prozent der globalen Rüstungsausgaben – ein Betrag in Milliardenhöhe – in ein weltweites Aufforstungsprogramm umgeleitet werden sollten. „Anstatt Krieg zu säen, lasst uns Frieden säen, lasst uns Leben säen“, appellierte die Präsidentin und verband so die Ablehnung militärischer Konflikte mit der Bekämpfung der Klimakrise. Ebenfalls auf der Agenda stand die jüngst angespannte bilaterale Beziehung zu Spanien. Sheinbaum stellte jedoch klar, dass sie keine diplomatische Krise zwischen den Ländern sehe. Vielmehr betonte sie in ihrer Rede die historische Tiefe der Verbindung, die auch von Widerstand und unbeugsamer Erinnerung geprägt sei. Sie verwies auf die großen indigenen Kulturen Mexikos, die „zum Schweigen gebracht, versklavt und geplündert, aber niemals besiegt wurden, denn es gibt Erinnerungen, die man nicht erobern, und Wurzeln, die man nie herausreißen kann“. Diese Aussage, die die Kraft der Ursprungsvölker für die nationale Identität hervorhebt, diente als versöhnlicher, aber bestimmter Schlusspunkt unter die jüngsten Kontroversen um Forderungen nach Entschuldigungen für koloniale Exzesse. Abschließend ergriff Sheinbaum die Initiative für die Zukunft des Bündnisses und bot Mexiko als Gastgeber für das nächste Gipfeltreffen zur Verteidigung der Demokratie im Jahr 2027 an. Mit diesem Schritt unterstreicht sie nicht nur den eigenen Anspruch Mexikos, eine führende Stimme im progressiven internationalen Dialog zu sein, sondern auch den Willen, konkrete Foren für friedliche Konfliktlösung und globale Zusammenarbeit zu schaffen. Ihr Auftritt in Barcelona markiert damit eine selbstbewusste außenpolitische Profilierung, die historische Kontinuität, friedenspolitische Prinzipien und pragmatische Diplomatie miteinander verbindet. Autor: Leon Latozke
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