Neues aus Kuba
Aktuelle Nachrichten und Meldungen, Analysen und Hintergrundinformationen
|
Venezuela hat 26 Tonnen humanitärer Hilfe nach Santiago de Cuba geliefert, um die vom Hurrikan Melissa betroffenen Regionen zu unterstützen. Die Lieferung umfasst Lebensmittel, medizinische Güter und Baumaterialien. Weitere Hilfsgüter sind angekündigt, während die Verteilung an besonders betroffene Familien bereits begonnen hat.
Am Donnerstag (30.) traf am Flughafen Antonio Maceo in Santiago de Cuba eine Lieferung von 26 Tonnen humanitärer Hilfe aus Venezuela ein. Die Lieferung aus Caracas umfasst medizinische Güter, haltbare Lebensmittel sowie Materialien für den Wiederaufbau von Wohnhäusern und öffentlichen Einrichtungen, die durch den Hurrikan Melissa beschädigt wurden.
Die Übergabe leitete Yván Gil, Außenminister Venezuelas. Er betonte, dass die Hilfe Ausdruck der bilateralen Solidarität sei und nicht als karitative Geste zu verstehen sei. „Vor 25 Jahren reichte Kuba Venezuela in einer schwierigen Zeit die Hand; heute begleiten wir das kubanische Volk in dieser Notlage“, sagte Gil. Die Lieferung fällt mit dem Jahrestag des 2000 unter Fidel Castro und Hugo Chávez geschlossenen Umfassenden Kooperationsabkommens zwischen Kuba und Venezuela zusammen, das als Grundstein der bilateralen Partnerschaft gilt. Weitere Hilfslieferungen sind angekündigt: Eine ähnliche Sendung soll nach Jamaica starten, das ebenfalls von Hurrikan Melissa betroffen ist. In den nächsten Tagen wird ein Frachtschiff mit zusätzlichen 3.000 Tonnen Hilfsgütern nach Kuba verschifft. Die Stadtverwaltung von Santiago de Cuba begann bereits mit der Verteilung von 1.000 Nahrungsmittelpaketen. Sie enthalten Grundnahrungsmittel wie Reis, Mehl, Zucker, Hülsenfrüchte, Sardinen, Milch und Öl und sind vor allem für Familien in den am stärksten betroffenen Gebieten bestimmt. Die Behörden in Kuba unterstrichen die symbolische Bedeutung der Lieferung, die zeitgleich mit der Annahme einer UN-Resolution gegen die US-Blockade erfolgte. „Dass Venezuela als erstes Hilfe leistet, zeigt, dass Solidarität gelebte Praxis ist“, erklärte Niurka Bell Calzado vom Provinzkomitee der Kommunistischen Partei Kubas. Gil hob die direkte Begleitung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie die enge Abstimmung mit Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel und Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla hervor. Jede Tonne der Hilfsgüter sei Ausdruck der Solidarität eines Volkes, das Erfahrung mit Widerstand und Krisenbewältigung habe, sagte er.
Quelle: Cubadebate (https://t1p.de/0086q)
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |
|
|
| Anzeige (G3) |