Neues aus Kuba
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25.03.2026 07:00 Uhr
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Das Flaggschiff des „Convoy Nuestra América“ ist mit humanitärer Hilfe in Havanna eingetroffen. Begleitet von Politikern und Aktivisten aus mehreren Ländern soll der Konvoi auf die wirtschaftliche und energetische Lage der Insel aufmerksam machen.
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Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: La flotilla activista Nuestra América desembarca en Cuba con varias toneladas de alimentos. Rechte beim Uploadenden.
Das Flaggschiff des „Convoy Nuestra América“ hat nach viertägiger Überfahrt den Hafen von Havanna erreicht und einen Großteil der gesammelten Hilfsgüter nach Kuba gebracht. Die Initiative, die sich ausdrücklich kritisch gegenüber den US-amerikanischen Öl-Sanktionen positioniert, übergab unter anderem Lebensmittel, Medikamente sowie technische Ausrüstung. Insgesamt wurden rund 14 Tonnen Hilfsgüter, 73 Solarpaneele und mehrere Fahrräder angeliefert. Mit der Ankunft des Schiffes fand der zentrale Teil der Aktivitäten der internationalen Delegation seinen vorläufigen Höhepunkt.
Die 32 Crewmitglieder aus zehn Ländern legten mit der sogenannten „Granma 2.0.“ am Dienstag (24.) gegen 8.00 Uhr (Lokalzeit) am Kreuzfahrtterminal der Hauptstadt an. Vertreter des staatlichen Instituto Cubano de Amistad con los Pueblos empfingen die Teilnehmer offiziell. Aktivisten betonten, dass die gelieferten Güter zwar nur einen begrenzten Beitrag leisten könnten, aber symbolisch für internationale Solidarität stünden. Der brasilianische Aktivist Thiago de Ávila e Silva Oliveira erklärte, die Lieferung sei „nur ein Tropfen angesichts der Bedürfnisse“, verwies jedoch auf die langfristigen Auswirkungen der US-Politik auf die Insel. Der Konvoi brachte in den vergangenen Tagen mehrere Hundert Aktivisten und Politiker nach Kuba. Während ihres Aufenthalts trafen Delegationsmitglieder auch Präsident Miguel Díaz-Canel. Zudem standen Besuche in Krankenhäusern, Schulen und politische Veranstaltungen auf dem Programm. Ziel der Initiative war es, die wirtschaftliche und energetische Lage des Landes hervorzuheben, die sich nach neuen Maßnahmen aus Washington weiter verschärft hat. Bereits zuvor litt Kuba unter strukturellen Problemen, die durch Engpässe bei Treibstoff und Strom zusätzlich verstärkt wurden. Der Konvoi bestand aus mehreren Schiffen. Zwei weitere Segelboote befinden sich noch auf dem Weg zur Insel, nachdem sie von Isla Mujeres gestartet waren. Schlechtes Wetter im Karibischen Meer verzögerte die Fahrt, sodass die Flotte nicht zeitgleich eintraf. Teilnehmer berichteten von zeitweise rauer See, betonten jedoch, dass das Ziel erreicht worden sei: ein sichtbares Zeichen internationaler Unterstützung zu setzen. Zu den bekannten Persönlichkeiten, die im Rahmen der Initiative nach Havanna reisten, gehörten unter anderem der britische Abgeordnete Jeremy Corbyn, die kolumbianische Senatorin Clara López, der spanische Parlamentarier Gerardo Pisarello sowie der Ko-Koordinator der Internationale Progressiven, David Adler. Auch mehrere Europaabgeordnete beteiligten sich. Der „Convoy Nuestra América“ orientiert sich an der Initiative Global Sumud Flotilla 2025, die im Jahr 2025 Hilfsgüter nach Gaza brachte. Die Organisatoren verstehen die Aktion als politisches Signal der Unterstützung für Kuba in einer Phase wirtschaftlicher und sozialer Spannungen. Die kubanische Regierung kritisiert seit Jahren die Auswirkungen der US-Sanktionen und spricht von einer „energetischen Erstickung“. Auch die Vereinte Nationen haben die Maßnahmen wiederholt als problematisch im Hinblick auf das Völkerrecht bewertet.
Quelle: EFE (https://t1p.de/314lr)
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