Neues aus Kuba
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03.08.2026 08:00 Uhr
Kubas Aussenminister weist die Spionage-Vorwürfe seines US-amerikanischen Amtskollegen zurück und wirft den USA vor, eine militärische Eskalation gegen Kuba vorzubereiten.
Abbildung: Symbolbild Bruno Rodriguez Parrilla 2015 (Bildquelle: U.S. Department of State, Cuban Foreign Minister Rodríguez, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC0 1.0
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla hat am Sonntag scharf auf die jüngsten Spionage-Vorwürfe aus Washington reagiert. Er bezeichnete die Behauptung, Kuba stelle eine Bedrohung für die USA dar, als "lächerliche und plumpe Lüge" und warf US-Außenminister Marco Rubio vor, damit eine härtere Kuba-Politik rechtfertigen zu wollen.
Rodríguez reagierte über X auf ein Interview, in dem Rubio zuvor einen Bericht des US-Außenministeriums verteidigt hatte. Dieser dokumentiert auf rund 100 Seiten jahrzehntelange kubanische Geheimdienstaktivitäten auf US-Boden. Der kubanische Chefdiplomat unterstellte Washington, mit der Veröffentlichung einen Kollektivstrafe-Kurs gegen die kubanische Bevölkerung sowie im schlimmsten Fall eine militärische Aggression vorzubereiten, die ein Blutbad unter kubanischen und US-amerikanischen Bürgern auslösen könnte. Rubio: Kuba als "Spionage-Supermacht"
Auslöser war ein Auftritt Rubios bei Fox News in der Sendung "My View with Lara Trump". Dort verteidigte er den am 20. Juli veröffentlichten Bericht mit dem Titel "Cuba: La Capital del Comunismo del Siglo XXI", der sich auf kubanische Geheimdienst- und Einflussoperationen konzentriert. Rubio beschrieb Kuba als einzigartigen Fall: Kein anderes Land habe es geschafft, derart systematisch Spione im US-System zu platzieren – ohne sie überhaupt zu bezahlen. Er nannte die Insel eine "Superpotencia del espionaje y las operaciones de influencia".
18 Abhöranlagen, prominente Spionagefälle
Der Bericht führt an, dass mit Kuba verbundene Agenten in zentrale US-Institutionen eingedrungen seien – darunter das Außenministerium, der Nationale Sicherheitsrat und Strukturen des Pentagons. Zudem sei die Existenz von 18 Signalaufklärungs-Anlagen auf der Insel dokumentiert, an denen laut Bericht auch China und Russland beteiligt seien.
Als historische Beispiele nennt das Dokument die Fälle Ana Belén Montes, eine frühere Analystin der Defense Intelligence Agency, die wegen Spionage für Kuba verurteilt wurde, sowie Víctor Manuel Rocha, ehemaliger US-Botschafter, der 2024 verurteilt wurde, nachdem er jahrzehntelang als verdeckter Agent des kubanischen Regimes agiert hatte. Rubio wies Spekulationen zurück, der Bericht solle eine militärische Intervention vorbereiten, und bezeichnete den Inhalt als faktenbasiert und nicht widerlegbar. Rodríguez wiederum bezeichnete das Dokument als "Falschmeldung" und "verleumderisches Pamphlet".
Quelle: Bruno Rodríguez P/X (https://t1p.de/m7p4z)
Autor: Leon Latozke
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