Neues aus Kuba
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05.03.2026 08:00 Uhr
Ein technischer Defekt im Wärmekraftwerk Antonio-Guiteras legte Millionen Menschen lahm. Lebenswichtige Einrichtungen werden priorisiert versorgt, die vollständige Wiederherstellung des Netzes kann bis zu 72 Stunden dauern.
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Das Nationale Stromsystem (SEN) Kubas erholt sich nur langsam nach dem teilweisen Blackout am Mittwoch (4.), der mehr als sechs Millionen Menschen in zwei Dritteln des karibischen Landes ohne Strom ließ - verursacht durch eine Störung der Central Termoeléctrica (CTE) Antonio Guiteras, einem der größten Ölkraftwerke der Insel, Nach Angaben offizieller Stellen könnte es bis zu 72 Stunden dauern, bis der Betrieb des Kraftwerks und das Stromnetz wiederhergestellt ist. Die Situation zeigt die strukturellen Probleme der kubanischen Energieversorgung, die seit Jahren unter unzureichender Wartung, veralteten Anlagen und knappen Brennstoffreserven leidet.
Laut Radio Rebelde arbeiten Techniker daran, die Ursache des Ausfalls in der Anlage im Matanzas östlich von Havanna zu lokalisieren. Ein geplatztes Rohr im Kessel hatte zu Wasserverlust und anschließendem Feuer geführt, das zwar gelöscht werden konnte, jedoch den Generator stilllegte. Reparaturen können erst beginnen, nachdem der Schaden vollständig analysiert wurde, was die Wiederinbetriebnahme verzögert. Der kubanische Energieminister Vicente de la O Levy berichtete über soziale Netzwerke, dass die Regierung zunächst kritische Infrastrukturen mit Strom versorge. Dazu gehören Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen, deren Betrieb während des Ausfalls Priorität hat. Zugleich betonte er, dass das Nationale Elektrizitätssystem angesichts der „komplexen Energiesituation“ schrittweise wiederhergestellt werde. Bis Mittwochabend konnten lediglich 2,5 Prozent der Haushalte in Havanna wieder an das Netz angeschlossen werden – rund 21.100 Kunden. Die Wiederherstellung hängt stark von den technischen Bedingungen der maroden Anlagen ab. Die US-Botschaft in Havanna warnte in einem Sicherheitshinweis vor „erheblichen Störungen“ und riet den Bewohnern, Vorräte an Treibstoff, Wasser, Lebensmitteln und Batterien anzulegen. Die Botschaft hob hervor, dass Stromausfälle inzwischen Alltag geworden seien, sowohl geplant als auch ungeplant, und dass die Zuverlässigkeit des nationalen Stromnetzes stark abgenommen habe. Der Blackout markiert bereits den zweiten größeren Ausfall im Westen der Insel innerhalb von drei Monaten. Im Dezember fiel die Stromversorgung für etwa zwölf Stunden aus, ausgelöst durch einen Defekt in einer Übertragungsleitung zwischen zwei Kraftwerken, was zu einer Überlastung des westlichen Netzes führte.
Quellen: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/7eub4), CBC (https://t1p.de/4xu7v)
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