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Laut einem Bericht der Times erlebt Havannas Hotelwelt einen Wandel: Von luxuriösen Fünf-Sterne-Hotels bis zu kleinen, charmanten Stadtoasen bietet die Hauptstadt heute vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten. Die renommierte britische Tageszeitung präsentiert elf Hotels, die Kultur, Komfort und karibische Gastfreundschaft auf besondere Weise vereinen.
05.12.2025 08:46 Uhr
Abbildung: Foto von Meg von Haartman auf Unsplash
Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung The Times, befindet sich Havanas Hotelmarkt in einem bemerkenswerten Wandel. Während die kubanische Hauptstadt lange Zeit eher für ihre heruntergekommenen Unterkünfte bekannt war, entstehen zunehmend kleine Boutique-Hotels und luxuriöse Häuser, die moderne Ansprüche mit dem Charme der historischen Bausubstanz verbinden. Unternehmer und kreative Investoren verwandeln alte Gebäude mit kolonialem oder aus der Zeit der ersten Republik stammendem Hintergrund in stilvolle Rückzugsorte, die Gästen ein authentisches, zugleich komfortables Erlebnis bieten. Die Stadt, von ihrer spanischen Vergangenheit geprägt, bietet Besuchern nicht nur Kirchen, Plätze und Paläste, sondern auch lebendige Viertel mit Restaurants, Theatern, Kunstgalerien und Cafés. Vor diesem Hintergrund präsentiert sich die Hotellandschaft als Spiegel einer kulturell wachen, touristisch aufstrebenden Metropole.
Die Times hebt elf Hotels hervor, die beispielhaft für diese Entwicklung stehen. Den Anfang macht Elvira Mi Amor in Alt-Havanna. Das Haus, ein restauriertes Stadthaus aus der Zeit der ersten Republik, wird von lokalen Kreativen geführt. Die Zimmer verfügen über Terrassen und bieten eine Mischung aus Designklassikern der 1950er-Jahre, Baccarat-Kristall und spanischen Möbeln. Ein besonderer Service ist die persönliche Beratung zu Zigarren und Rum durch einen fachkundigen Concierge. Das Schwesterhotel Jane Mi Amor erweitert das Angebot um vier weitere Suiten am zentralen Prado. Ebenfalls in Alt-Havanna liegt das Gardens Hotel, das mit einer entspannten Atmosphäre und einem begrünten Patio überzeugt. Zwei Zimmer befinden sich im Erdgeschoss, zwei weitere im Obergeschoss, ergänzt durch ein kleines Dachterrassenbad. Das Hotelteam vermittelt den Gästen Einblicke in die lokale Kunstszene, organisiert Koch- und Tanzkurse sowie kulinarische Touren. Die Zimmer können einzeln oder als ganzes Haus gebucht werden. Für kulturell interessierte Gäste empfiehlt die Times das Tribe Caribe Cayo Hueso in Centro Habana. In einem 1930er-Gebäude vereinen die Eigentümer die lokale Musiktradition mit einem modernen Boutique-Konzept. Gäste können an geführten Stadtteil-Touren teilnehmen und im hauseigenen Veranstaltungsraum „Black Box“ kubanische Musik live erleben. Elf individuell gestaltete Zimmer, zeitgenössische Kunst und ein Café im Erdgeschoss runden das Angebot ab. Eine zusätzliche Attraktion ist das 25 Minuten entfernte Strandhaus. Ein weiteres Beispiel ist das Voya Boutique Hotel in Santo Suárez, das besonderen Wert auf exzellenten Service legt. Das Haus aus den 1920er-Jahren bietet zehn charaktervolle Zimmer, ein Brasserie-Restaurant und einen „Secret Garden“ für Tapas und Cocktails. Gäste können zudem individuell organisierte Aktivitäten wie Rum- und Zigarrenverkostungen in Anspruch nehmen. Im kulturellen Viertel El Vedado punktet die La Reserva, die zwei neoklassizistische Villen des frühen 20. Jahrhunderts vereint. Neben großzügigen Suiten und einem grünen Patio wird das Haus von einem Restaurantbetrieb begleitet, der traditionelle kubanische Gerichte anbietet. Ein Concierge-Service ergänzt das Angebot. Ebenfalls in Alt-Havanna liegt die Estancia Bohemia, ein ehemaliges Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, das elegant restauriert wurde. Die Gästezimmer bieten Luxusausstattung und ein Café auf dem Erdgeschoss. Musikliebhaber werden vom Claxon Hotel in El Vedado angesprochen, das mit einem Dachterrassenprogramm kubanischer Live-Musik lockt. Die neun Zimmer des Hauses sind zeitgenössisch gestaltet, wobei das klassische Auto-Design der Insel thematisiert wird. Mit ähnlicher Ausrichtung wartet das Schwesterhotel La Distancia in der Nähe. Das Melia INNSiDE Catedral, ein kleines modernes Hotel, überzeugt durch seine Lage in unmittelbarer Nähe zur Kathedrale von Havanna und zur Plaza de la Catedral. 50 Zimmer mit Panoramafenstern und eine Dachterrasse mit Pool bieten einen komfortablen Ausgangspunkt für Stadterkundungen. Für Gäste, die das gehobene Boutique-Erlebnis suchen, empfiehlt die Times das Animas y Virtudes am Paseo del Prado. Sechs Zimmer verbinden moderne Möbel mit Kunstwerken kubanischer Künstler. Ein Restaurant, eine Cocktailbar und ein umfangreicher Weinkeller unterstreichen die gehobene Ausrichtung. Die Eigentümer führen auch das renommierte Restaurant La Guarida. Das Gran Hotel Manzana Kempinski gilt als Pionier unter den Luxusadressen in Havanna. Seit der Eröffnung 2017 bietet das Haus erstklassige Rooftop-Ausblicke, einen Spa-Bereich und gehobene Gastronomie. Als historisches, aber modern geführtes Haus verbindet es Belle-Époque-Flair mit internationalem Standard. Abschließend nennt die Times La Loma del Ángel, ein kleines Boutique-Hotel mit sieben Zimmern in Alt-Havanna, ideal für Paare. Das Haus überzeugt durch Ruhe, elegante Ausstattung und eine zentrale Lage, unweit von Bars und Restaurants. Die private Cecilia Valdés Suite bietet einen eigenen Balkon mit Blick auf die gleichnamige Kirche. Insgesamt zeigt der Bericht, dass Havanas Hotelwelt deutlich vielfältiger und internationaler geworden ist. Historische Architektur wird mit zeitgemäßer Ausstattung kombiniert, kreative Konzepte treffen auf Luxus und Service, und die Stadt positioniert sich zunehmend als Reiseziel für anspruchsvolle Touristen. Ob Kunstliebhaber, Musikinteressierte oder Genussreisende – das Spektrum reicht von kleinen Boutique-Hotels über innovative Stadthäuser bis hin zu luxuriösen Hotels mit Pool, Spa und exklusiven Serviceleistungen. Diese Entwicklung unterstreicht die dynamische Transformation Havanas, die klassische karibische Gastfreundschaft mit modernen Standards und einem wachsenden kulturellen Angebot verbindet.
Quelle: The Times (https://t1p.de/523oy)
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Text: Leon Latozke
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