Neues aus Kuba
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01.04.2026 09:00 Uhr
Kuba verzeichnet erneut einen deutlichen Rückgang im Tourismus. Sinkende Besucherzahlen, Versorgungsengpässe und wirtschaftliche Probleme setzen die Branche unter Druck. Während die Besucherzahlen in anderen Karibikstaaten wachsen, verliert die Insel weiter an Attraktivität.
Abbildung: Symbolbild Sicht auf Havanna von El Moro (Bildquelle: Martin Cígler, Havana - panoramio (5), Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY-SA 3.0)
Der Tourismus in Kuba verzeichnet weiterhin deutliche Rückgänge. Auch im Februar 2026 blieb die Zahl internationaler Besucher auf niedrigem Niveau. Nach offiziellen Angaben reisten lediglich 77.663 ausländische Gäste ein.
Damit setzt sich ein Trend fort, der sich bereits seit mehreren Jahren abzeichnet. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres lag die Zahl der internationalen Ankünfte laut der staatlichen Statistikbehörde (Oficina Nacional de Estadística e Información - ONEI) rund 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung steht im Kontrast zu anderen Destinationen in der Karibik, die zuletzt teils deutlich steigende Besucherzahlen meldeten. Noch vor wenigen Jahren galt der Tourismussektor als zentrale Einnahmequelle der kubanischen Volkswirtschaft. Inzwischen sieht sich die Branche jedoch mit strukturellen Problemen konfrontiert. Dazu zählen insbesondere Versorgungsengpässe, eine angespannte Energie- und Treibstofflage sowie Defizite in der Infrastruktur. Bereits im Jahr 2025 war die Zahl der internationalen Gäste auf 1,8 Millionen gesunken – der niedrigste Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im selben Zeitraum meldete die Dominikanische Republik über 11 Millionen Urlauber. Auch bei den wichtigsten Herkunftsländern zeigt sich ein rückläufiger Trend. Kanada bleibt zwar der bedeutendste Markt für Kuba, jedoch ging die Zahl der Besucher von dort um rund 28 Prozent zurück. Mit Ausnahme einzelner Länder wie Argentinien und China waren die Einreisezahlen aus nahezu allen wichtigen Märkten rückläufig. Das gilt auch für Russland, das zuletzt als potenzieller Stabilitätsfaktor galt. Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen auch die Lebensbedingungen im Land eine Rolle. Touristen sehen sich häufig mit Einschränkungen konfrontiert, die auch den Alltag der Bevölkerung prägen. Dazu gehören regelmäßige Stromausfälle, Engpässe bei Lebensmitteln und Treibstoff sowie Probleme bei der Abfallentsorgung. Zudem wurde in den vergangenen Monaten verstärkt über gesundheitliche Risiken berichtet, unter anderem im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Chikungunya. Die angespannte Treibstoffversorgung wirkt sich auch auf den internationalen Flugverkehr aus. Mehrere Fluggesellschaften reduzierten ihre Verbindungen oder passten ihre Routen an, da die Versorgung an kubanischen Flughäfen nicht durchgehend gewährleistet ist. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Reisenden aus den USA sowie bei im Ausland lebenden Kubanern aus. In diesen Gruppen wurden Rückgänge von mehr als 50 beziehungsweise rund 40 Prozent registriert. Die kubanische Regierung führt die Entwicklung unter anderem auf die Folgen der COVID-19-Pandemie zurück. Allerdings zeigen frühere Daten, dass der Tourismussektor bereits vor der Pandemie Anzeichen einer Abschwächung aufwies. Nach einem Höchststand von 4,7 Millionen internationalen Besuchern im Jahr 2018 war bereits 2019 ein Rückgang zu verzeichnen. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Lage kurzfristig kaum verbessern dürfte. Im Februar 2026 erreichten die Besucherzahlen lediglich etwa die Hälfte des Vorjahreswertes und lagen deutlich unter dem Niveau von 2024.
Quelle: ONEI (https://t1p.de/kgexq)
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