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Der Tropensturm Melissa hat sich zu einem Hurrikan entwickelt und bewegt sich auf den Osten Kubas zu. Meteorologen warnen vor einer möglichen Verstärkung auf Kategorie 4, begleitet von heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen, vor allem in den Provinzen Guantánamo, Santiago de Cuba, Granma, Holguín, Las Tunas und Camagüey.
25.10.2025 23:30 Uhr
Abbildung: GEOCOLOR Composite - TWA 25 Oct 2025 21:04 UTC. Quelle: NOAA
Der Tropensturm Melissa hat sich in den vergangenen Stunden zu einem Hurrikan entwickelt und zeigt eine zunehmende Intensivierung. Nach Angaben des National Hurricane Center in Miami liegt die aktuelle Stärke bei Kategorie 1, Prognosen zufolge könnte Melissa bis zum Wochenende Hurrikan-Stärke der Kategorie 4 erreichen.
Am Samstagnachmittag (Lokalzeit) befand sich das Zentrum von Melissa rund 230 Kilometer südöstlich von Kingston, Jamaika, und 380 Kilometer südwestlich von Port-au-Prince, Haiti. Mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 120 km/h bewegt sich das System nur sehr langsam nordwestwärts. Meteorologen erwarten, dass Melissa in den kommenden Tagen die südlichen Küsten Jamaikas streifen und Mitte der kommenden Woche den Osten Kubas erreichen wird. Für Jamaika gilt bereits eine Hurrikan-Warnung, Haiti steht unter Beobachtung für mögliche Sturmfolgen auf der Südwesthalbinsel. In Kuba haben die Behörden insbesondere die östlichen Provinzen Guantánamo, Santiago de Cuba, Granma, Holguín, Las Tunas und Camagüey in die Phase „Informativa“ der Zivilschutzmaßnahmen aufgenommen. Ziel ist es, Bevölkerung, Behörden und wirtschaftliche Einrichtungen auf mögliche Schäden vorzubereiten. Dazu gehören die Aktualisierung von Notfallplänen in Bereichen wie Gesundheit, Energieversorgung, Transport und Kommunikation sowie die Sicherstellung von Vorräten an Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Treibstoff. Melissa bringt vor allem starke Regenfälle mit sich. In den betroffenen Regionen Kubas werden Niederschläge zwischen 130 und 255 Millimetern erwartet, punktuell bis zu 380 Millimeter. Dies kann zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen. Zudem warnen Experten vor einem signifikanten Anstieg des Meeresspiegels entlang der Südostküste, vergleichbar mit den prognostizierten Sturmfluten von zwei bis drei Metern in Jamaika. Küsteninfrastruktur und gefährdete Siedlungen könnten stark beeinträchtigt werden.
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Text: Leon Latozke
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