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Kubas Zivilschutz warnt vor Tropensturm Melissa, der sich langsam über das Karibische Meer bewegt und für die zentralen und östlichen Provinzen potenziell gefährlich werden könnte. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 85 km/h wird eine mögliche Intensivierung zu einem Hurrikan nicht ausgeschlossen. Die Behörden rufen zu frühzeitigen Schutzmaßnahmen auf, um Schäden zu begrenzen.
23.10.2025 08:10 Uhr
Abbildung: Tropensturm Melissa (Sandwich RGB Blend combines IR band 13 with visual band 3 23 Oct 2025), Quelle NHC (https://t1p.de/4xjfg)
Die kubanische Zivilschutzbehörde hat die zentralen und östlichen Provinzen der Insel aufgefordert, die mögliche Entwicklung und Zugbahn des Tropensturms Melissa „streng zu überwachen“. Der Sturm bewegt sich derzeit langsam über das Karibische Meer und wird von den Meteorologen als potenzielle Gefahr eingestuft. In einem Frühwarnhinweis empfiehlt der Staatliche Zivilschutz, die Bevölkerung kontinuierlich über Medien und offizielle Social-Media-Kanäle zu informieren. Gleichzeitig sollen Drohnen und Risikomanagementzentren koordiniert eingesetzt werden, um den möglichen Schaden zu begrenzen.
Melissa liegt aktuell rund 510 Kilometer südlich von Kingston (Jamaika) und etwa 495 Kilometer süd-südwestlich von Port-au-Prince (Haiti). Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 85 km/h zieht das System in west-nordwestlicher Richtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 11 km/h. Meteorologen prognostizieren, dass sich die Geschwindigkeit in den kommenden Stunden verringern wird. Gleichzeitig soll der Sturm allmählich seine Richtung nach Nordwest und anschließend Nord-Nordwest ändern. Die kubanische Wetterbehörde Insmet weist darauf hin, dass die ozeanischen und atmosphärischen Bedingungen eine „allmähliche Intensivierung“ begünstigen könnten, sodass Melissa potenziell zu einem Hurrikan der kommenden Tage heranwachsen könnte. Vor diesem Hintergrund wird das System weiterhin genau beobachtet. Die aktuelle Warnung erinnert an die späte Septemberwoche, als der Tropensturm Imelda den Osten der Insel traf und schwere Regenfälle auslöste. Imelda forderte zwei Todesopfer, verursachte Überschwemmungen, Erdrutsche, überlaufende Flüsse, Schäden an Wohnhäusern und führte zur Evakuierung Tausender Menschen. Meteorologen betonen, dass die laufende Hurrikansaison im Atlantik und in der Karibik, die vom 1. Juni bis 30. November dauert, „sehr aktiv“ sein dürfte. Es wird die Bildung von bis zu acht Hurrikanen erwartet, wobei die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein System im Karibischen Meer entsteht und an Intensität gewinnt, bei etwa 75 Prozent liegt. Für den Eintritt eines Sturms aus dem Atlantik in die Karibik wird eine Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent angegeben. Die Erfahrung des vergangenen Jahres zeigt die Verwundbarkeit Kubas. 2024 trafen zwei Hurrikane die Insel stark: Hurrikan Óscar und Hurrikan Rafael der Kategorie 3, der den Westen Kubas heimsuchte und zu einem vollständigen Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes führte. Vor diesem Hintergrund unterstreichen die Behörden die Notwendigkeit permanenter Vorsorge- und Informationsmaßnahmen. Die Bevölkerung wird daher gebeten, die Hinweise der lokalen Behörden genau zu beachten und Schutzmaßnahmen frühzeitig zu treffen, um die Risiken durch mögliche Überschwemmungen und Sturmschäden zu minimieren.
Quelle: ACN (https://t1p.de/j8ug4)
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Text: Leon Latozke
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