Neues aus Kuba
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07.03.2026 22:30 Uhr
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US-Präsident Donald Trump sieht das politische System in Kuba vor dem Ende. Bei einem Gipfeltreffen konservativer Regierungen in Miami erklärte er, das Regime in Havanna befinde sich „in seinen letzten Momenten“ und sei deshalb an einem Abkommen mit Washington interessiert. Gleichzeitig stellte Trump eine neue Allianz lateinamerikanischer Staaten vor und kündigte eine militärische Kooperation gegen Drogenkartelle an.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Trump warns of imminent action against Cuba at 'Shield of Americas' summit. Rechte beim Uploadenden.
Bei einem Treffen konservativer Staats- und Regierungschefs aus Nord-, Mittel- und Südamerika hat US-Präsident Donald Trump eine neue sicherheits- und außenpolitische Initiative für den Kontinent vorgestellt. Im Mittelpunkt der Konferenz im Trump National Doral Golf Club bei Miami stand die offizielle Gründung des Bündnisses „Shield of the Americas“ , das mehrere rechtsgerichtete Regierungen der Region zusammenführen soll.
„Kuba befindet sich in seinen letzten Augenblicken, so wie es jetzt ist. Es wird ein großartiges neues Leben haben, aber es befindet sich in seinen letzten Augenblicken, so wie es jetzt ist“, erklärte der Präsident während des Gipfeltreffens . Gleichzeitig deutete er an, dass Havanna nach Wegen suche, um mit Washington zu verhandeln. Nach seinen Worten wolle die kubanische Führung „ein Abkommen erreichen“, nachdem sie durch den wirtschaftlichen Niedergang ihres wichtigsten Partners Venezuela erheblich geschwächt worden sei. Trump betonte erstmals öffentlich, er selbst sei gemeinsam mit Außenminister Marco Rubio direkt in entsprechende Gespräche involviert. Rubio habe bereits zuvor Kontakte koordiniert, doch nun bestätigte der Präsident eine persönlichere Rolle. Details zu Inhalt oder Form möglicher Verhandlungen nannte er nicht. Die Aussage fügt sich in eine Reihe ähnlicher Bemerkungen, die Trump innerhalb weniger Tage mehrfach wiederholt hatte. Aus Sicht des Präsidenten deutet der wirtschaftliche Druck auf Kuba darauf hin, dass die Führung in Havanna nach einer politischen Lösung suche. Ob es sich dabei um konkrete diplomatische Kontakte oder lediglich um eine Einschätzung der US-Regierung handelt, blieb offen. Militärische Initiative gegen Drogenkartelle Neben der Kuba-Frage kündigte Trump eine neue militärische Kooperation in der Region an. Unter dem Namen Coalition Against Cartels in the Americas (CCCA) sollen Streitkräfte mehrerer Staaten gemeinsam gegen Drogenkartelle vorgehen. Der Präsident argumentierte, dass nur eine konsequente militärische Strategie die kriminellen Netzwerke in Lateinamerika nachhaltig schwächen könne. Bereits laufende Operationen der US-Streitkräfte im Karibikraum und im östlichen Pazifik nannte er als Beispiel. Bei solchen Einsätzen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler seien in den vergangenen Monaten rund 150 Menschen getötet worden. Kritiker betrachten Teile dieser Aktionen als völkerrechtlich problematisch. Als Vorgeschmack auf die neue Allianz verwies Trump auf eine gemeinsame Operation der USA mit Ecuador gegen Drogenbanden. Ecuador zählt inzwischen zu den Ländern der Region, in denen Gewalt durch organisierte Kriminalität besonders stark zugenommen hat. Strategischer Blick auf Lateinamerika Die Konferenz in Miami sollte den wachsenden Fokus der Trump-Regierung auf Lateinamerika unterstreichen. In der Nationalen Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten gilt der amerikanische Kontinent inzwischen als zentrale außenpolitische Priorität. Washington strebt dabei ausdrücklich eine führende Rolle in der Region an. Das Bündnis „Schild Amerikas“ versteht sich auch als Gegenstück zu bestehenden multilateralen Formaten wie der traditionellen Cumbre de las Américas. Hinter der Initiative steht eine politische Linie, die im Umfeld des Weißen Hauses als „Donroe-Doktrin“ bezeichnet wird – eine Neuinterpretation des historischen Prinzips „Amerika den Amerikanern“. Die Strategie sieht vor, mit politisch gleichgesinnten Regierungen enger zusammenzuarbeiten und deren Einfluss auszubauen. Gleichzeitig sollen Regierungen, die Washington als feindlich betrachtet, politisch unter Druck gesetzt werden. In diesem Zusammenhang nannte Trump sowohl Venezuela als auch Kuba. Die Begrenzung des wachsenden Einflusses Chinas in Lateinamerika ist ein weiteres Ziel der US-Strategie. Für viele Staaten der Region ist Peking inzwischen der wichtigste Handelspartner. Washington möchte diese Entwicklung bremsen und zugleich neue wirtschaftliche Chancen für amerikanische Unternehmen schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die Situation in Venezuela. Trump sprach von einem außenpolitischen Erfolg seiner Regierung und lobte die Arbeit der venezolanischen Politikerin Delcy Rodríguez. Washington habe ihr Regierungssystem inzwischen offiziell anerkannt, nachdem beide Länder zuvor die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen bekannt gegeben hatten. Breites Teilnehmerfeld – mit wichtigen Ausnahmen An der Gründungskonferenz nahmen zahlreiche konservative oder wirtschaftsliberale Regierungschefs teil, darunter Argentiniens Präsident Javier Milei, Ecuadors Präsident Daniel Noboa, El Salvadors Nayib Bukele sowie der dominikanische Präsident Luis Abinader. Auch Vertreter aus Panama, Paraguay, Costa Rica, Guyana und Trinidad und Tobago waren anwesend. Mehrere große Staaten Lateinamerikas fehlten jedoch. Weder Mexiko noch Brasilien oder Kolumbien waren vertreten. Gleichwohl betonte die US-Regierung, man pflege weiterhin Kontakte zu diesen Ländern. Trump verwies etwa auf Gespräche mit dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro im Weißen Haus sowie auf die Zusammenarbeit mit mexikanischen Sicherheitsbehörden bei der Festnahme eines führenden Drogenkartell-Chefs.
Quelle: EFE (https://t1p.de/4u50p), EL PAÍS (https://t1p.de/o8ytr)
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