Neues aus Kuba
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10.03.2026 08:00 Uhr
Abbildung: Symbolbild Donald Trump bei Medal-of-Honor-Zeremonie, 2. März 2026, East Room, Weißes Haus (Bildquelle: The White House (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:P20260302DT-0338.jpg)
US-Präsident Donald Trump bringt erneut eine „freundliche Übernahme“ Kubas ins Spiel. Während Washington von möglichen Gesprächen mit Havanna spricht, verschärft das US-Ölembargo die wirtschaftliche Krise der Insel.
US‑Präsident Donald Trump betonte erneut die Option, dass die Vereinigten Staaten Kuba in einer Art „freundliche Übernahme“ einbeziehen könnten, während die Insel unter den erheblichen Folgen der von Washington verhängten Ölblockade leidet.
Bei einer Pressekonferenz in Miami am Montag (9.) erklärte Trump, sein Außenminister Marco Rubio führe Gespräche mit Vertretern der kubanischen Regierung. Ziel könne eine „freundliche Übernahme“ sein. Zugleich ließ der Präsident offen, ob ein solcher Prozess tatsächlich einvernehmlich verlaufen würde. „Oder vielleicht ist es keine freundliche Übernahme. Und das würde keine Rolle spielen, weil sie wirklich am Ende sind. Sie liegen in Trümmern, wie man sagt. Sie haben keine Energie, sie haben kein Geld. Sie haben ernsthafte humanitäre Probleme, und wir wollen das eigentlich nicht sehen“, so der Präsident. Die Aussagen des US-Präsidenten fallen in eine Phase schwerer wirtschaftlicher Spannungen für die Karibikinsel. Seit Anfang des Jahres hat Washington den Druck auf Havanna deutlich erhöht. Besonders einschneidend ist die Unterbrechung der Ölversorgung aus Venezuela, die nach dem Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gestoppt wurde. Gleichzeitig droht die US-Regierung mit Strafzöllen gegen Staaten, die weiterhin Treibstoff nach Kuba liefern. „Das Castro-Regime war brutal, aber sie lebten von Venezuela. Jetzt leben sie nicht mehr von Venezuela. Venezuela schickt ihnen keine Energie, keinen Treibstoff, kein Öl, kein Geld, gar nichts. Sie hätten ohne Venezuela nicht überlebt, sie hätten es nicht geschafft – und wir haben ihnen alles abgeschnitten. Also ja, sie werden einen Deal machen oder wir werden es genauso leicht selbst regeln“, fügte Donald Trump hinzu. In den letzten Wochen hat Trump mehrfach gesagt, dass die kubanische Regierung kurz vor dem Zusammenbruch stehe und die Möglichkeit einer „freundlichen Übernahme“ erwähnt. Der Begriff der „freundlichen Übernahme“ bleibt dabei politisch wie juristisch unscharf. Eine solche Kategorie existiert im Völkerrecht nicht. Beobachter interpretieren die Formulierung daher eher als politisches Signal: Washington versucht, die Möglichkeit eines tiefgreifenden politischen Wandels in Kuba öffentlich zu thematisieren und zugleich Verhandlungsdruck aufzubauen. Ob es tatsächlich zu Gesprächen oder gar zu einem politischen Arrangement zwischen beiden Ländern kommt, bleibt weiterhin offen. Fest steht jedoch: Die aktuelle Energie- und Wirtschaftskrise verschärft die strategische Lage der Insel erheblich.
Quelle: EFE (https://t1p.de/wlsp9)
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