Neues aus Kuba
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06.03.2026 07:00 Uhr
Donald Trump sorgt mit einer Aussage über Kuba für Aufmerksamkeit: Der Sturz der Regierung wäre für ihn „das Sahnehäubchen“. Gleichzeitig bestätigt der US-Präsident erneut Kontakte nach Havanna.
Abbildung: Symbolbild Donald Trump, 3. März 2026 im Weißen Haus (Bildquelle: The White House, Donald J. Trump hosts a bilateral meeting on March 3, 2026 , als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
US-Präsident Donald Trump hat inöffentlichen Auftritten und Interviews angedeutet, dass Kuba bald stärker in den Fokus seiner Außenpolitik rücken könnte. Der Republikaner sprach dabei erneut über Kontakte zwischen Washington und der Führung der Karibikinsel – und verband dies mit deutlichen politischen Erwartungen.
In einem Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Politico am Donnerstag (5.) erklärte Trump, der Sturz der kubanischen Regierung wäre für ihn „das Sahnehäubchen“. Seit Jahrzehnten habe ein solcher Wandel im politischen System Havannas für viele US-Politiker als langfristiges Ziel gegolten. Seine Regierung stehe in Kontakt mit der kubanischen Führung, betonte Trump erneut. Auf die Frage, ob seine Administration an einem möglichen Zusammenbruch der Regierung von Präsident Miguel Díaz-Canel beteiligt sei, antwortete der Republikaner ausweichend: „Was glauben Sie?“ Nach Darstellung des US-Präsidenten spielt dabei vor allem die Situation in Venezuela eine Rolle. Nachdem Anfang Januar der venezolanische Präsident Nicolás Maduro durch eine von den USA unterstützte Operation entmachtet wurde, brach eine zentrale Stütze der kubanischen Wirtschaft weg: das venezolanische Öl. Trump stellte einen direkten Zusammenhang zwischen diesem Schritt und der aktuellen Lage in Kuba her. Die Insel habe durch das Ende der venezolanischen Lieferungen eine entscheidende Energiequelle verloren. Dies sei Teil einer Strategie gewesen, um den politischen Druck zu erhöhen. „Sie brauchen Hilfe“, sagte Trump – und erklärte die kubanische Regierung sei „verzweifelt“, schnell eine Vereinbarung mit seiner Administration zu erreichen. US-Medien berichten seit Wochen über Kontakte zwischen hochrangigen Vertretern beider Seiten. Demnach soll Außenminister Marco Rubio Gespräche mit Raúl Guillermo Rodríguez Castro geführt haben, einem Enkel des früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Offiziell ist bislang nur von informellen Kontakten die Rede, Havanna bezeichnete Berichte über solche Gespräche bislang als Spekulation. Inhaltlich sollen dabei mögliche wirtschaftliche Reformen auf der Insel sowie eine schrittweise Lockerung der US-Sanktionen diskutiert worden sein. Konkrete Verhandlungen wurden jedoch bislang nicht bestätigt. Kuba vorerst nicht oberste Priorität Trump machte zugleich deutlich, dass ein stärkeres Engagement der USA gegenüber Kuba möglicherweise noch warten muss. Während eines Empfangs für den Fußballclub Inter Miami im Weißen Haus erklärte er, man wolle sich „in ein paar Wochen“ intensiver mit der Insel befassen. Der Grund: Die außenpolitische Aufmerksamkeit der Regierung sei derzeit durch den militärischen Konflikt mit Iran gebunden. Außenminister Rubio habe signalisiert, dass er sich zwar ebenfalls mit Kuba beschäftigen wolle, zunächst aber andere internationale Krisen abschließen möchte.
Quellen: POLITICO (https://t1p.de/yh9s6), CNBC (https://t1p.de/xk5mx, NBC Miami (https://t1p.de/vp5d1)
Autor: Leon Latozke
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