Neues aus Kuba
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27.02.2026 23.00 Uhr
Trump äußert die Möglichkeit einer „freundlichen Übernahme Kubas“. Während die Insel unter Energieknappheit leidet, bleibt unklar, welche Maßnahmen Washington konkret plant.
Abbildung: Symbolbild Donald Trump im Weißen Haus, 20. Februar 2026 (Bildquelle: The White House, P20260220PR-0752, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons)
US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche „freundschaftliche Übernahme“ Kubas in Aussicht gestellt. Die Bemerkung fiel am Freitag (27.) bei einem Pressetermin im Weißen Haus vor seiner Abreise zu einer Wahlkampfveranstaltung nach Texas.
„Sie haben im Moment nichts, aber sie sprechen mit uns, und vielleicht bekommen wir eine freundschaftliche Übernahme Kubas. Wir könnten nach vielen, vielen Jahren mit einer freundschaftlichen Übernahme Kubas enden“, erklärte er der Presse. Trump erklärte, der kubanische Regierung fehle es an finanziellen Mitteln, an Erdöl und an Lebensmitteln. Kuba sei eine Nation „in ernsten Schwierigkeiten“ und suche Unterstützung. Die USA könnten, so Trump, sowohl für Exilkubaner als auch für die Bevölkerung auf der Insel „etwas sehr Positives“ bewirken. „Seit ich klein war, habe ich von Kuba gehört. Alle wollten einen Wandel, und ich kann sehen, dass das geschieht“, sagte Trump und fügte hinzu, dass der Außenminister Marco Rubio „es verwaltet“. Die Aussagen stehen im Zusammenhang mit einem seit Januar verschärften energiewirtschaftlichen Druck Washingtons. Die US-Regierung verhängte Beschränkungen für Öllieferungen nach Kuba und begründete dies mit einer „außergewöhnlichen Bedrohung“ für die nationale Sicherheit. Zusätzlich wurden Zölle gegen Staaten angekündigt, die Rohöl an die Insel liefern. Auslöser der jüngsten Zuspitzung war unter anderem der Wegfall venezolanischer Öllieferungen. Nach einem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro verlor Havanna den Zugang zu einem zentralen Energielieferanten. In der Folge verschärfte sich die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage weiter. Beobachter sprechen von der schwersten Krise seit Jahrzehnten. Gleichzeitig sendete Washington zuletzt widersprüchliche Signale. Erst vor wenigen Tagen lockerte die US-Regierung Teile des Öl-Embargos und erlaubte unter Auflagen die Reexporte venezolanischen Rohöls über private Akteure. Offiziell wurden humanitäre Gründe genannt. Die Maßnahme deutet auf eine begrenzte Anpassung der Sanktionspolitik hin, ohne den grundsätzlichen Druck aufzugeben. Hinzu kommt ein sicherheitspolitischer Zwischenfall: Kubanische Behörden eröffneten das Feuer auf ein aus Florida kommendes Boot, das nach Angaben Havannas in territoriale Gewässer eingedrungen war. Vier Menschen kamen ums Leben, darunter mindestens ein US-Staatsbürger. Mehrere weitere Personen wurden verletzt. Der Vorfall verschärfte die bilateralen Spannungen zusätzlich. Was Trump konkret unter einer „freundschaftlichen Übernahme“ versteht, blieb offen. Unklar ist, ob er eine wirtschaftliche Integration, eine politische Transformation oder eine engere sicherheitspolitische Anbindung meint. Die Wortwahl signalisiert politischen Gestaltungsanspruch, lässt jedoch operative Details vermissen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/qvth9)
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