Neues aus Kuba
Trump glaubt an Wendepunkt im Verhältnis zu Havanna: „Ich denke, wir werden Kuba umdrehen“17/5/2026
16.05.2026 08:00 Uhr
Der US-Präsident Donald Trump zeigte sich überzeugt, dass seine Regierung erreichen wird, dass sich die kubanische Regierung letztlich auf die Seite Washingtons stellt. Sein CIA-Direktor reiste kürzlich nach Havanna, um Gespräche über Sicherheit und Wirtschaft zu führen.
Abbildung: Symbolbild (The White House (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:P20260508AM-0517.jpg), „P20260508AM-0517“, Zuschnitt KUBAKUNDE, https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/legalcode)
Der US-amerikanische Präsident Donald Trump zeigt sich überzeugt, seine Regierung werde Kuba von seinen aktuellen Bündnispartnern lösen und an die Seite Washingtons bringen. In einem Interview mit dem Nachrichtensender Fox News äußerte Trump die Erwartung, dass man der Regierung in Havanna einen „entscheidenden Schub“ geben könne. Auf die Frage nach Kubas Rolle zwischen den USA und China antwortete er mit der Prognose, man werde Kuba „umdrehen“ können. Besonders lobte er dabei die Arbeit von Außenminister Marco Rubio.
Zugleich zeigte sich Trump zuversichtlich, den Einfluss globaler Gegenspieler auf die Insel begrenzen zu können. Hintergrund ist ein überraschender Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in der kubanischen Hauptstadt, der bereits am vergangenen Donnerstag stattfand. Laut einer Mitteilung des Geheimdienstes führte Ratcliffe Gespräche mit Vertretern des Innenministeriums sowie mit Verantwortlichen des kubanischen Geheimdienstes. Im Zentrum standen Themen wie nachrichtendienstliche Kooperation, die regionale Sicherheitslage und die angespannte wirtschaftliche Situation Kubas, die vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Havanna verhandelt wurden. Die Gespräche umfassten Treffen mit Raúl Rodríguez Castro, einem Enkel des ehemaligen Staatschefs Raúl Castro, der als Sicherheitsberater fungiert. Auch der Innenminister Lázaro Álvarez Casas nahm an den Unterredungen teil. Parallel zu diesen diplomatischen Kontakten berichtete die lokale Presse über die Möglichkeit, dass die US-Justiz ein Strafverfahren gegen den Ex-Präsidenten Raúl Castro einleiten könnte – im Zusammenhang mit dem Tod von vier ehrenamtlichen Piloten im Jahr 1996. Seit Januar dieses Jahres hat Washington den wirtschaftlichen Druck auf die Insel weiter erhöht. Grundlage ist eine Erdölblockade, die nach der Festnahme des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas am 3. Januar verhängt wurde. Diese Maßnahmen sind Teil einer längerfristigen Strategie, die darauf abzielt, Kubas Abhängigkeit von anderen Mächten zu reduzieren und langfristig eine Wende in der Außenpolitik der Insel herbeizuführen.
Quelle: Efe (https://is.gd/PdIU45)
Autor: Leon Latozke
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