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25.06.2026 08:00 Uhr
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Kubas Führung weist US-Einfluss auf die jüngsten Reformen entschieden zurück. Präsident Díaz-Canel betonte im Interview, die Änderungen seien „kubanischste Lösungen“ und ein Akt der Souveränität.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Video. Rechte beim Uploadenden.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat sich in einem Interview mit dem dominikanischen Medienkonzern Corripio deutlich zu den jüngsten Wirtschaftsreformen auf der Insel und dem Druck aus Washington geäußert. Auf die Frage, ob die Maßnahmen eine Reaktion auf die aggressive Politik der Trump-Administration seien, antwortete er knapp: „Trump hat in Kuba nichts zu sagen“ Die Reformen seien vielmehr „kubanischste Lösungen“ und ein „Ausdruck von Souveränität“. Er räumte jedoch ein, dass der Druck der USA die Entscheidungen „beschleunigt“ habe. Díaz-Canel betonte, dass es nicht um eine kapitalistische Restauration gehe, sondern um die „Vervollkommnung des sozialistischen Aufbaus unter extrem widrigen Bedingungen“. Die Reformen seien Wege, um den Sozialismus angesichts einer „verschärften Blockade“ durch die USA voranzubringen. „Es sind Zeiten der Transformation“, fügte er hinzu.
Mit Blick auf die Reaktion aus Washington zeigte sich Díaz-Canel pessimistisch. „Sie werden niemals verstehen, was wir tun, und sie werden niemals akzeptieren, was wir tun. Denn sie streben nach einer anderen Kuba: einem Kuba, das völlig von den USA abhängig und vollständig privatisiert ist“, beklagte er. Eine militärische Intervention der USA in Kuba lehnte er als Lösung entschieden ab: „Albern ist, wer glaubt, dass eine militärische Intervention die Lösung sein könnte.“ Eine Annexion an die USA komme nicht in Frage; dort liege keine Zukunft für Kuba. Das Land bereite sich militärisch „intensiv“ darauf vor, „dass es keine Überraschung und keine Niederlage gibt“. Dies sei jedoch nicht als Aggression gegen die USA gedacht, sondern als Abschreckung. „Sie sollen den Preis kennen, den ein militärisches Abenteuer gegen Kuba haben würde, wenn irgendein Hitzkopf das für die Lösung hielte“, sagte Díaz-Canel (Mehr zu Kubas Militär: Mit Ochsen gegen die Supermacht: Wie Kubas Armee ihren Niedergang inszeniert). Zu den Kontakten mit Washington äußerte er sich zurückhaltend: Verhandlungen seien „sehr ernste Prozesse“, bei denen man sich nicht provozieren lassen dürfe. Die Erklärungen, Sanktionen und Drohungen aus den USA machten Fortschritte jedoch „komplex“. Zudem hätten die Aggressionen gegen Venezuela und den Iran während laufender Verhandlungen in Havanna „großes Misstrauen“ geschaffen. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass Räume für Verständigung und Kooperation mit den USA gefunden werden könnten. Der kubanische Staatschef bekräftigte, dass Kuba weiterhin am sozialistischen Kurs festhalte, auch wenn die wirtschaftlichen Anpassungen als Zugeständnis an die Realität gewertet werden könnten.
Quelle: Presidencia de Cuba/YouTube (https://t1p.de/v9top)
Autor: Leon Latozke
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