Neues aus Kuba
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Der Präsident der Vereinigten Staaten erklärte am Samstag, dass Kuba nach der Ankündigung von Zöllen für Länder, die es mit Öl beliefern, einen „Deal“ mit Washington anstreben werde, und zeigte sich zuversichtlich, dass die Insel „wieder frei sein wird“.
01.02.2026 07:45 Uhr
Abbildung: Donald Trump im Weißen Haus, 9. Januar 2026 Quelle: V20260109EH-0254 von The White House, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC0 1.0
Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA erstmals wieder direkte Gespräche mit kubanischen Regierungsvertretern aufnehmen. Gleichzeitig verschärft seine Administration den wirtschaftlichen Druck auf die kommunistisch geführte Insel, insbesondere durch die Kürzung wichtiger Ölimporte.
Trump erklärte an Bord des Air Force One auf dem Weg nach Florida, die Vereinigten Staaten hätten begonnen, mit Kuba zu „sprechen“, ohne dabei konkrete Details zu nennen. Hintergrund sind seine jüngsten Maßnahmen, die Kuba nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar stärker isolieren sollen. Öllieferungen aus Venezuela wurden gestoppt, und Kuba hat in der Folge zunehmend auf Lieferungen aus Mexiko gesetzt. Um diesen Bezug ebenfalls zu unterbinden, unterzeichnete Trump vergangene Woche eine Executive Order, die Zölle auf Länder erhebt, die Kuba mit Öl beliefern. Der US-Präsident betonte, dass die Restriktionen nicht zu einer humanitären Krise führen müssten. Er gehe davon aus, dass die kubanische Regierung angesichts der prekären Versorgungslage verhandlungsbereit sei: „Sie werden wahrscheinlich zu uns kommen und einen Deal wollen. So wird Kuba wieder frei“, sagte Trump. Mit Blick auf Mexiko lobte er Präsidentin Claudia Sheinbaum, die zugestimmt habe, die Ölexporte zu reduzieren, um den Druck auf Kuba zu erhöhen. Die kubanische Regierung kritisierte die Maßnahmen scharf und bezeichnete sie als „faschistisch“, da sie faktisch eine Energieknappheit auf der Insel verursachen. Mexiko kündigte an, alternative Wege zur Unterstützung der kubanischen Bevölkerung zu prüfen. Trumps Strategie folgt einer klaren Linie: Wirtschaftlicher Druck als Hebel, um Kuba zu Zugeständnissen zu bewegen. Ob die angekündigten Gespräche zu konkreten Ergebnissen führen, bleibt unklar. Die USA setzen jedoch darauf, dass die kubanische Regierung unter dem Druck von Ölknappheit und internationalen Zöllen Zugeständnisse machen wird.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/9xerd), AP (https://t1p.de/vhz2n)
Autor: Leon Latozke
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