Neues aus Kuba
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16.03.2026 23:00 Uhr
US-Präsident Donald Trump erklärte, es wäre für ihn eine „große Ehre“, Kuba zu „übernehmen“. Während die Insel erneut von einem landesweiten Stromausfall getroffen wird, wächst der politische Druck.
Abbildung: Symbolbild Donald Trump bei Ratepayer-Protection-Roundtable, 4. März 2026, Weißes Haus, Washington (Bildquelle: The White House, P20260304CT-0424 President Donald J. Trump, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons)
US-Präsident Donald Trump erklärte bei einem Pressetermin an diesem Montag (16.) im Weißen Haus, es wäre für ihn „eine große Ehre“, Kuba „zu übernehmen“. Die Bemerkung fiel vor dem Hintergrund wachsender Konflikte zwischen beiden Staaten, insbesondere nach dem von den USA verhängten Öl-Boykott gegen die Karibikinsel.
Trump äußerte sich ungewöhnlich direkt. Eine Übernahme könne „auf irgendeine Weise“ erfolgen, sagte er – entweder durch eine „Befreiung“ oder durch ein anderes Vorgehen. „Kuba übernehmen, das wäre eine große Ehre. ... Ob es nun befreit wird oder übernommen wird. Ich könnte mit ihm machen, was ich wollte“, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Gleichzeitig bezeichnete er Kuba als „gescheiterte Nation“, der es an finanziellen Ressourcen und Energie fehle und, wiederholte, dass seine Regierung Gespräche mit den kubanischen Behörden führe. Zugleich hob der Präsident die natürlichen Voraussetzungen der Insel hervor: Kuba verfüge über fruchtbares Land und attraktive Landschaften und sei insgesamt „eine schöne Insel“. er betonte, kubanische Freunde zu haben, die in den Vereinigten Staaten Millionäre geworden seien. Die Aussagen fallen in eine Phase, in der sich die wirtschaftliche und infrastrukturelle Lage in Kuba weiter verschärft. Seit 2024 leidet das Land unter einer tiefen Energiekrise, die wiederholt zu landesweiten Stromausfällen geführt hat. Zu Beginn dieser Woche kam es erneut zu einem umfassenden Blackout – bereits der sechste innerhalb von 18 Monaten. Der Energiemangel hat sich besonders in den vergangenen Monaten verschärft, nachdem Washington im Januar einen Öl-Boykott verhängt hatte. Die daraus resultierende Treibstoffknappheit bremst zentrale Wirtschaftsbereiche und verstärkt die soziale Unzufriedenheit. Gleichzeitig gibt es Hinweise auf diplomatische Kontakte zwischen beiden Regierungen. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bestätigte vergangene Woche Gespräche mit den Vereinigten Staaten. Ziel sei es, bestehende Differenzen im Dialog zu behandeln. Zuvor hatte die kubanische Regierung entsprechende Kontakte öffentlich bestritten, während Trump bereits von solchen Gesprächen gesprochen hatte. Autor: Leon Latozke
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