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30.08.2026 23:30 Uhr
Kurze Hoffnung, schnelles Aus: Turkish Airlines hatte Tickets nach Havanna versehentlich freigeschaltet – und wieder gestrichen. Die für Oktober geplante Wiederaufnahme findet nicht statt.
Abbildung: Symbolbild Turkish Airlines, Airbus A330-300 von Masakatsu Ukon, Zuschnitt KUBAKUNDE, CC BY-SA 2.0
Die für den 25. Oktober angekündigte Wiederaufnahme der Turkish-Airlines-Flüge nach Havanna ist geplatzt. Wie die türkische Fluggesellschaft jetzt bestätigte, war die Route Moskau–Istanbul–Havanna nur für kurze Zeit versehentlich im Online-Buchungssystem freigeschaltet. Die bereits verfügbaren Tickets wurden kurz darauf vollständig entfernt und sind derzeit nicht mehr buchbar.
Turkish Airlines hatte die Wiederaufnahme der Verbindung ursprünglich als Hoffnungsschimmer für Reisende zwischen Russland und Kuba präsentiert – zwei Ländern mit engen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen sowie einem konstanten Besucherstrom. Die Airline fliegt Havanna bereits seit März 2026 nicht mehr direkt an. Als Gründe nennt das Unternehmen den anhaltenden Mangel an Flugtreibstoff (Jet A-1) an kubanischen Flughäfen sowie eine deutlich gesunkene touristische Nachfrage auf der Insel. Die regulären Flüge zwischen Moskau und Istanbul finden laut Turkish Airlines weiterhin normal statt – eine eigenständige Anschlussverbindung nach Havanna existiert derzeit jedoch nicht. Ein neues Datum für die Wiederaufnahme der Direktflüge hat die Gesellschaft bislang nicht genannt; offen bleibt auch, ob die Streichung vorübergehend oder dauerhaft ist. Wer aktuell mit Turkish Airlines nach Kuba reisen möchte, ist auf einen Umweg angewiesen: Die einzige verbleibende Option führt über einen Zwischenstopp in Panama, von wo aus Passagiere den Weiterflug nach Havanna mit Copa Airlines antreten müssen. Die gescheiterte Wiederaufnahme reiht sich ein in eine Serie von Rückschlägen für Kubas internationale Flugverbindungen. Der akute Treibstoffmangel an den Flughäfen des Landes hat in den vergangenen Monaten bereits mehrere internationale Airlines zu Anpassungen ihrer Kuba-Verbindungen gezwungen. Die Energiekrise, die die Insel seit Monaten im Griff hält, wirkt sich damit unmittelbar auf den ohnehin angeschlagenen Tourismussektor aus – eine der wichtigsten Einnahmequellen Kubas – und erschwert dessen Erholung zusätzlich.
Quelle: Periódico Cubano
Autor: Leon Latozke
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