Neues aus Kuba
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Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf kritisiert das US-Ölembargo gegen Kuba. Zusammen mit langjährigen Finanz- und Handelsembargos habe dies eine sich verschärfende sozioökonomische Krise ausgelöst, die zu sozialen Spannungen führen könnte, warnt das Büro.
14.02.2026 10:00 Uhr
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Die Vereinten Nationen haben angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise in Kuba Alarm geschlagen. Hintergrund ist die Unterbrechung von Öl-Lieferungen aus Venezuela durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die das Land in eine akute Versorgungsnotlage stürzt.
Wie Marta Hurtado, Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, in Genf erklärte, sei man „äußerst besorgt“ über die sich verschärfende sozioökonomische Krise in Kuba. Diese resultiere aus einem jahrzehntelangen Finanz- und Handelsembargo, extremen Wetterereignissen sowie den jüngsten US-Maßnahmen, die Öl-Lieferungen an die Insel begrenzen. Hurtado wies darauf hin, dass die kubanische Infrastruktur für Gesundheit, Nahrung und Wasserversorgung stark von importierten fossilen Brennstoffen abhänge. Der Mangel an Öl gefährde die Verfügbarkeit grundlegender Dienste, da über 80 Prozent der Wasserpumpanlagen des Landes auf Strom aus ölgefeuerten Kraftwerken angewiesen seien. Das könne zu sozialen Unruhen führen, warnt das Büro. Die UN-Sprecherin betonte, dass auch Krankenhäuser und Intensivstationen beeinträchtigt seien. Die Produktion, Lagerung und Lieferung von Impfstoffen, Blutprodukten und anderen temperatursensiblen Medikamenten seien gefährdet. UN-Menschenrechtschef Volker Türk wertet die Blockade der Öl-Lieferungen als weitreichende Verletzung der Menschenrechte und fordert die Aufhebung einseitiger Maßnahmen, da deren „breit und wahllos wirkende Folgen“ die Bevölkerung unmittelbar betreffen.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/xbsue>) PressTV (https://t1p.de/mc13l)
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