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US-Außenminister Marco Rubio hat bei der Verleihung des Lech-Wałęsa-Solidaritätspreises in Florida die kubanische Dissidentin Berta Soler gewürdigt und Polens Unterstützung für die Opposition auf Kuba hervorgehoben.
03.09.2025 09:21 Uhr
Abbildung: U.S. Department of State, Secretary Rubio Delivers Remarks at the Lech Wałęsa Solidarity Prize Awards Ceremony, Details auf Wikimedia Commons
US-Außenminister Marco Rubio hat Polen für sein Engagement in Kuba hervorgehoben und die Dissidentin Berta Soler geehrt. Anlass war die Verleihung des Lech-Wałęsa-Solidaritätspreises in Coral Gables, Florida, einer Stadt mit großer kubanischer Exilgemeinde. Der Preis erinnert an den ehemaligen Gewerkschaftsführer und polnischen Präsidenten, der in den 1980er Jahren maßgeblich zum Ende des kommunistischen Systems in Polen beitrug.
Die Auszeichnung ging an Soler, die Anführerin der Oppositionsgruppe „Damas de Blanco“ (Damen in Weiß). Da sie Kuba nicht verlassen darf, nahm Irma Santos de Mas die Ehrung stellvertretend entgegen. In einer Videoansprache betonte Soler die Parallelen zwischen der polnischen und der kubanischen Geschichte. Während Polen den Kommunismus durch eine breite gesellschaftliche Bewegung überwunden habe, setze die kubanische Opposition ihren Kampf seit mehr als sechs Jahrzehnten fort. Rubio würdigte die Rolle Polens und sprach von einem „Gefallen“, den er vor einigen Monaten in Bezug auf Kuba erbeten habe und der umgehend erfüllt worden sei. Details ließ er offen. Polen habe, so Rubio, die Erfahrung der eigenen Vergangenheit nicht vergessen und unterstütze daher Menschen, die gegen autoritäre Systeme Widerstand leisten. Für Rubio, selbst Sohn kubanischer Exilanten und einer der schärfsten Kritiker Havannas, ist die Unterstützung der kubanischen Opposition ein zentrales außenpolitisches Anliegen. An der Zeremonie nahm auch Polens Außenminister Radoslaw Sikorski teil. Das Treffen war insofern bemerkenswert, als Rubio und Sikorski erst im Frühjahr öffentlich aneinandergeraten waren. Rubio hatte damals spöttische Bemerkungen über den polnischen Außenminister unterstützt, die auf den Unternehmer Elon Musk zurückgingen. Soler ist seit Jahren eine der bekanntesten Stimmen der kubanischen Opposition. Die von ihr geführten „Damas de Blanco“ gehen regelmäßig nach den Sonntagsmessen in Havanna auf die Straße, um die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Dabei kommt es immer wieder zu kurzfristigen Festnahmen durch die Sicherheitskräfte. Soler hat die Insel trotz zahlreicher Ausreiseangebote nicht verlassen und betont, ihre Arbeit vor Ort fortsetzen zu wollen. Rubio, der Anfang des Jahres sein Amt als Außenminister angetreten hat, hat mehrfach zusätzliche Sanktionen angekündigt und die kubanische Führung scharf kritisiert. Zugleich versucht er, die Opposition international stärker ins Blickfeld zu rücken.
Quelle: France24 (https://t1p.de/a9tjm)
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Text: Leon Latozke
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