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US-Medien berichten, dass Kuba gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro vorgehen könnte, sollte er direkte Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump aufnehmen oder das Regime verlassen. Grundlage der Berichte sind anonyme Quellen aus US-Regierung und Geheimdiensten.
26.11.2025 08:37 Uhr
US-amerikanische Medien haben in den vergangenen Tagen Berichte veröffentlicht, wonach Kuba gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro vorgehen könnte, sollte dieser versuchen, direkte Gespräche mit US-Präsident Donald Trump zu führen oder die Regierung zu verlassen. Grundlage der Berichte sind fast ausschließlich anonyme Quellen aus US-Regierung und Geheimdiensten.
Die Berichte, unter anderem von Axios und The Sun, betonen die enge wirtschaftliche und sicherheitspolitische Verflechtung zwischen Kuba und Venezuela. Seit mehr als zwei Jahrzehnten liefert Venezuela subventioniertes Öl an Kuba, das für die Wirtschaft der Karibikinsel von entscheidender Bedeutung ist. Aktuell sollen jährlich rund 53 Millionen Barrel Öl zu Vorzugspreisen nach Kuba fließen – ein Wert von etwa vier Milliarden US-Dollar. Im Gegenzug stellt Kuba Personal in venezolanischen Institutionen, darunter Sicherheitsberater und Nachrichtendienstmitarbeiter, die auch Maduros persönlichen Schutz übernehmen
Mehr zum Thema >> Kuba erhebt schwere Vorwürfe: USA planen gewaltsamen Sturz Maduros
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Die enge Einbindung Kubas in venezolanische Strukturen wird in den US-Berichten als möglicher Grund für drastische Maßnahmen gegen Maduro dargestellt. Ein freiwilliger Rücktritt oder eine Kooperation mit den Vereinigten Staaten könnte demnach die kubanische Ölversorgung gefährden und die dort operierenden Geheimdienstnetzwerke offenlegen. In diesem Szenario könnte Kuba versuchen, Maduro am Verlassen des Chavismus zu hindern.
Die ideologische und wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Kuba und Venezuela reicht zurück auf die Präsidentschaft von Hugo Chávez ab 1999. Chávez etablierte den sogenannten Chavista-Staat, ein sozialistisches Modell mit staatlicher Kontrolle über Schlüsselindustrien wie Öl und enger Kooperation mit gleichgesinnten Staaten wie Kuba. Teil dieser Zusammenarbeit ist auch das Alba-Bündnis, in dessen Rahmen Venezuela Öl subventioniert, während Kuba Fachpersonal in Gesundheit, Bildung und Sicherheit nach Venezuela entsendet. Diese gegenseitige Abhängigkeit hat seit 2013 auch Maduro an der Macht gehalten. US-Medien deuten an, dass geplante Kontakte zwischen Trump und Maduro sowie die Operation „Southern Spear“ – offiziell ein Anti-Drogen-Einsatz in der Karibik – durch die kubanische Einflussnahme kompliziert werden könnten. Laut Axios könnte Maduros möglicher Rückzug daran scheitern, dass seine kubanischen „Betreuer“ Vergeltung üben, sollte er den US-Druck akzeptieren. Diese Einschätzung zeigt, wie eng politische und wirtschaftliche Interessen zwischen Kuba und Venezuela verknüpft sind und welche internationalen Implikationen sich daraus ergeben. Trotz der dramatischen Darstellung in den Berichten gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Kuba konkrete Maßnahmen gegen Maduro plant. Die Meldungen spiegeln vor allem US-amerikanische Besorgnis über einen möglichen Machtwechsel in Caracas wider und verdeutlichen die Risiken, die mit der kubanischen Abhängigkeit von venezolanischem Öl verbunden sind.
Quellen: Axios (https://t1p.de/0ihkj), The Sun (https://t1p.de/0ihkj)
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Text: Leon Latozke
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